Klosterbrauerei Andechs

Ein Weizenbock für König Ludwig I.

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Zum 150. Todestag von König Ludwig I. widmet die Andechser Brauerei dem Monarchen ein ganz besonderes Bier. Schon bald wird es ausgeschenkt.

Andechs – König Ludwig I. (1786-1868) hat Bayern viele wunderbare Dinge hinterlassen. Das Oktoberfest zum Beispiel, das anlässlich seiner Vermählung mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen 1810 erstmals gefeiert wurde. Er ist außerdem Stifter der Abtei St. Bonifaz in München und Andechs. Vor 150 Jahren starb der letzte souverän regierende Monarch Bayerns. Die Andechser Brauerei widmet ihm deshalb ein besonderes Bier: das erste obergärige Bockbier. Der Weizenbock 2902 – so der offizielle Name des neuen Biers – ist nur im Bräustüberl zu haben. Erstmals ausgeschenkt wird er am Ostermontag, 2. April.

Weizenbock 2902: Die Zahl erinnert an den 29. Februar, an dem König Ludwig vor 150 Jahren in Nizza starb, wo er den Winter verbracht hatte. „Seit dem Jahreswechsel haben sich unsere vier Brauer ausprobiert, wie sie ein obergäriges Bockbier brauen können“, sagt der Sprecher des Klosters Andechs, Martin Glaab. Obergärig werde in Andechs erst seit 1993 gebraut, als das helle Weißbier auf den Markt kam. 1997 folgte das dunkle Weißbier. „Der neue Weizenbock 2902 ist ein richtiges Starkbier“, sagt Glaab. Es habe 16,6 Gewichtsprozent Stammwürze und einen Alkoholgehalt von sieben Volumenprozent.

Vollmundig und schlank im Geschmack

Auf ihrer Homepage wird die Klosterbrauerei bei der Beschreibung des neuen Biers fast poetisch: Es sei „vollmundig und schlank im Geschmack und verbindet eine ausgeprägte, aber harmonische Bittere mit dem typischen kräftigen Andechser Weißbiergeschmack. Warme kräftige und goldgelbe Farbtöne, die an ein Weizenfeld in der Sommersonne erinnern, prägen das Bild. Ein fester feinporiger Schaum krönt den Weizenbock.“

Ob der Weizenbock 2902 über das Jubiläumsjahr hinaus weiter produziert wird, hängt nun laut Glaab von den Besuchern des Bräustüberls ab. „Wir schenken ihn jetzt einmal aus, dann schauen wir, wie es läuft.“

König Ludwig I. hat als Stifter von St. Bonifaz den Bau von Basilika und Kloster in der Münchner Maxvorstadt initiiert und finanziert. 1850 wurde das Kloster St. Bonifaz eingeweiht. 1846 hatte der Monarch das ehemalige Kloster Andechs aus privater Hand gekauft, um es als Wirtschaftsgut der zukünftigen Abtei in München zu übergeben. Bald nach dem Tod seiner Frau Therese 1854 bestimmte Ludwig I. Sankt Bonifaz zu seiner Grablege, wohin er nach seinem Tod 1868 überführt wurde. Der 29. Februar ist auch der Todestags des Stifters des Klosters Andechs. Am 29. Februar 1460 verstarb Herzog Albrecht III. Er ist in der Klosterkirche in Andechs begraben.

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