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Mit einer Seilwinde sichern die Hechendorfer Burschen ihren 40 Meter langen Maibaum. Zuvor brachten Pferde den Baum in einer Kutsche zum Platz vor der Pfarrei St. Michael.

Maibäume im Fünfseenland

Göttlicher Segen als Punktlandung

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Die Maibäume stehen wieder. Im ganzen Landkreis stellten Burschen, Trachtler, Feuerwehrler und Vereinsmitglieder am Dienstag die Maibäume auf. Lesen Sie hier eine Auswahl.

Landkreis – Ein volles Programm erwartete Besucher im Landkreis bei den Maifeiern am Dienstag: Trachtenvereine, Tanzgruppen und Blasmusikanten sorgten für Stimmung. Beim Baumaufstellen setzten die meisten Vereine auf Tradition: Sie stemmten den Baum mit Muskelkraft in die Höhe. Eine Maibaum-Tour durch den Landkreis:

7.50 Uhr, Starnberg: In aller Frühe machen sich die Mitglieder des Heimat- und Volkstrachtenvereins an die Arbeit, ihren 33 Meter hohen Maibaum auf dem Tutzinger-Hof-Platz aufzustellen. „Jetzt ist die volle Aufmerksamkeit auf dem Baum, da darf nix passieren“, sagt Vorsitzende Judith Bucher (38). Zur Sicherheit kommt ein Kran zum Einsatz. Nach 45 Minuten ist es vollbracht: Der Baum steht, die Stadtkapelle Starnberg setzt zum ersten Lied an, die Maifeier kann losgehen.

Maibaum-Wahnsinn im Landkreis Starnberg: Die schönsten Bilder der Maifeiern

9.15 Uhr, Frieding: Die Friedinger manövrieren ihren Maibaum quer durchs Dorf. Dann kommt es beinahe zu einem Zwischenfall: In einer Kurve stößt die Maibaumspitze an eine Mauer. „Der Baum fällt vom Wagen“, rufen einige. Martin Stumbaum (31), Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Frieding, bleibt gelassen. Es ist bereits der dritte Maibaum, den Stumbaum betreut. „Es ist auch mein letzter“, sagt er lachend. „Ich bin zu alt für so was.“ Den Baum bringt er mit seinem Kameraden 30 Minuten später sicher ans Ziel.

Und die schönsten Bilder von Maibaumfeiern aus ganz Oberbayern sowie alle Hintergründe und Infos zum Maibaumbrauch finden Sie hier.

10.10 Uhr, Unering: Die Uneringer Burschen werden langsam unruhig. Pfarrer Thomas Bücherl ist schon zehn Minuten zu spät für die Segnung. In fünf Minuten wollen sie den Baum aufstellen, mit oder ohne göttlichen Beistand. Als hätte Bücherl es geahnt, steht er Punkt 10.15 Uhr am Maibaum. Wenige Minuten später stemmen 45 Burschen den gesegneten Baum mithilfe von Holzstangen in die Höhe.

10.45 Uhr, Weßling: Gut 350 Schaulustige scharen sich um den 27 Meter langen Maibaum, der schon fast aufgerichtet ist. Seit einer Dreiviertelstunde sind 35 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr am Werk. „Wir stellen per Hand auf“, erzählt Vorsitzender Günther Schöpp (55). Auch die Diemendorfer stellen ihren Maibaum traditionell mit Muskelkraft auf.

11 Uhr, Gilching: Auch in Gilching kommt der Kran zum Einsatz – Sicherheit geht vor. Als der Maibaum um 11.18 Uhr steht, erteilt Adalbert Bittinger (69) vom Verein Guichinger Brauchtum den Baumaufstellern die Trinkerlaubnis. „Vorm Aufstellen war Bierverbot“, sagt er.

11.30 Uhr, Inning: Unter dem Kommando von Michael Stürzer stemmt die Inninger Landjugend den 31-Meter-Baum in die Höhe. Die erfolgreichen Maibaumdiebe hatten das Stangerl rund um die Uhr bewacht. „Viele wollten ihn klauen, aber da bestand keine Gefahr“, sagt Landjugend-Senior Christian Ritzer (44).

12.10 Uhr, Bachern: Die Wildschützen Bachern haben ihre Arbeit bereits erledigt: Der Maibaum steht schnurgerade an seinem Platz. Vorstand Jakob Lautenbacher (74) gibt letzte Anweisungen, wie das Wappen der Schützen an den Baum anzubringen ist. Weil die Wildschützen nur zu zehnt den Maibaum aufstellten, haben sie einen Kran gebraucht.

12.30 Uhr, Steinebach: Der Rekord-Baum steht in Steinebach: 42 Meter lang und 2,8 Tonnen schwer sei das Prachtstück, sagt Oberbursch Simon Kahl (26). Die riesige Fichte ist zudem der erste Maibaum auf dem neugestalteten Maibaumplatz. „Seit einer Woche ist der Platz fertig“, erzählt Max Baum (29). Eine echte Punktlandung also.

13.10 Uhr, Hechendorf: 40 Meter misst der Hechendorfer Maibaum – und ist damit der zweitlängste im Landkreis. Für den Transport haben sich die Hechendorfer etwas besonderes ausgedacht: Pferde zogen das weiß-blaue Stangerl in einer Kutsche hinter sich her.

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