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Rund um die Klosterkirche Andechs wurden bei der Generalsanierung bis 2005 Brandschutzmaßnahmen getroffen. Dazu zählt auch der Hydrant, den Marin Glaab, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, zeigt.

Brandschutz in Gotteshäusern im Fünfseenland

Nach dem Feuer von Notre Dame: So sind Kirchen vor Großbränden geschützt

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Nach dem verheerenden Feuer in der Pariser Kathedrale Notre Dame stellt sich die Frage: Wie werden große und berühmte Gotteshäuser im Fünfseenland vor Bränden geschützt? Vorsorge gibt es – aber auch Herausforderungen.

Landkreis – Einen Schmorbrand in einem Verteilerkasten – und sogar einen in der Orgel hat Florian König vor vielen Jahren im Marienmünster in Dießen erlebt. Der Feuerwehrkommandant sagt: „Die Brandmeldeanlage ist Gold wert. So konnten schon mehrmals wertvolle Kulturobjekte gerettet werden.“ Das viele Holz im Inneren und die schlichte Größe des Gebäudes aus dem Jahr 1720: Auch wenn das Münster nicht vergleichbar mit der in großen Teilen zerstörten Pariser Kathedrale Notre Dame ist; für Brandschützer birgt sie ähnliche Herausforderungen. Wie so viele andere Kirchen im Fünfseenland.

An Vorsorge mangelt es nicht in Dießen: Die Feuerwehr kennt das Münster gut. „Wir beschäftigen uns regelmäßig mit dem Gebäude. Wir müssen ja wissen, welche Treppe wohin führt“, sagt Kommandant König. So werde schon die Jugendgruppe der Wehr mit dem Areal rund um das Gotteshaus vertraut gemacht. Die gesamte Truppe übt etwa alle zwei Jahre am Münster, die Atemschutzträger sogar jedes Jahr. Trainiert wird laut König unter anderem, wie sich Löschwasser in den Innenraum einspeisen lässt. Dafür müsse man zwei Leitungen an der Außenseite anzapfen.

Die Zufahrt zum Marienmünster in Dießen ist eng

Rundherum sind außerdem Aufstellflächen für Einsatzfahrzeuge gekennzeichnet. „Die Zufahrt ist eng. Wir können nicht alle direkt hin, sondern müssen aus verschiedenen Himmelsrichtungen kommen“, erklärt König. Das Gute an der Brandmeldeanlage sei, dass sie das gesamte Areal abdecke und regelmäßig gewartet würde.

Gedanken, wie man die Kirche vor Flammen schützen kann, machte man sich im Kloster Andechs schon früh – wegen des Großbrands nach einem Blitzeinschlag 1667. Das größte Problem damals: Es war nicht genügend Löschwasser auf dem Berg vorhanden. Die drei Jahre später gebaute Wasserleitung war laut Kloster-Sprecher Martin Glaab bis 1850 in Betrieb. Den ersten Blitzableiter gab es 1798, umfangreiche Brandschutzmaßnahmen aber erst mit der Generalsanierung zwischen 2000 und 2005.

Seither lässt sich eine Löschpumpe von der Pforte der Wallfahrtskirche aus steuern, im Turm gibt es Brandschutztüren, eine Löschanlage und Anschlüsse zum Lösch-Angriff auf das Klosterdach. Im Kirchendach sind Rauchabzüge und eine Brandmeldeanlage integriert. An Löschwasser dürfte es heute nicht mehr mangeln: Neben einem Behälter mit 450 Kubikmetern Fassungsvermögen bietet der Weiher im Hof der Brauerei zusätzliche 300 Kubikmeter.

Die Feuerwehren sind vorbereitet

Außer der Wallfahrtskirche ist Kreisbrandrat Peter Bauch kein anderes Gotteshaus im Landkreis mit Brandmeldeanlage bekannt. Vorbereitet sind die Feuerwehren dennoch. Sollte ein Brand in einer Kirche gemeldet werden, würde sich sofort ein Löschzug auf den Weg machen, erklärt Bauch. „Alles weitere muss man von der jeweiligen Lage aus entscheiden“, sagt er. „Im Altarraum braucht man wohl keine Drehleiter, bei einem Dachstuhlbrand macht es dagegen Sinn, ein oder zwei Drehleitern mehr zu alarmieren.“

Sollte es zu einer solchen Katastrophe wie in Paris kommen, hätte nach dem Personenschutz oberste Priorität, benachbarte Gebäude vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Am wichtigsten sei es, sich rund um das Gebäude zu positionieren und „massiv Wasser aufzubringen“ und so den Brand Stück für Stück einzudämmen, erklärt der Kreisbrandrat.

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