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Gesägt und gehämmert wurde am Friedinger Florianweg. Angehende Zimmerer und Schreiner errichteten ein neues Bushäusl.

Aktive Berufsschüler

Neues Bushäusl ein echtes Lehrstück

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Es war ein Lehrstück für die Weilheimer Berufsschüler. Sie zimmerten für Frieding ein Bushäusl. 

Frieding – Wie es manchmal so ist im Leben – gute Beziehungen sind viel wert. In diesem Fall für die Gemeinde Andechs. Friedinger Schulkinder hatten sich nämlich bei Bürgermeisterin Anna Neppel beschwert, dass ihr Bushäusl am Florianweg nicht mehr regenfest ist. Ein neuer Unterstand musste deshalb her. Aber dieser hätte rund 7000 Euro gekostet. Mit Hilfe der Berufsschule Weilheim hat sich die Gemeinde etwa die Hälfte der Kosten gespart.

Die Beziehungen hatte in diesem Fall der technische Mitarbeiter im Bauamt Andechs. Stefan Krübel ist gelernter Zimmerer. Als solcher kennt er die Berufsschule Weilheim, in der Schreiner und Zimmerer aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau und Starnberg ausgebildet werden. Daher wusste er, dass die Lehrer immer wieder nach Projekten suchen, die am Ende eines jeden Berufsgrundschuljahres stehen.

In diesem ersten Jahr – insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre – besuchen die angehenden Handwerker ausschließlich die Schule, unterbrochen lediglich von einem vierwöchigen Praktikum. Bevor die Ausbildung in den Betrieben fortgesetzt wird, steht am Ende dieses Jahres ein gemeinsames Projekt, erklärt Bernhard Spensberger. Der 37-Jährige aus Habach ist selbst ausgebildeter Schreiner und Bautechniker und seit einem Jahr Vollzeit-Berufsschullehrer.

Er nahm das Angebot aus Andechs gerne an. Denn ein Projekt wie ein Bushäuschen mag für ausgebildete Schreiner oder Zimmerer zum Tagesgeschäft gehören, für die Schüler ist es jedoch der Höhepunkt ihres ersten Ausbildungsjahres.

Krübel also stellte den Kontakt her, die Gemeinde besorgte das Material, und jetzt war es soweit: Das Häusl wurde aufgestellt. Spensberger hatte außer seinem Lehrer-Kollegen Maximilian Repplinger 24 Schüler im Alter von 16 bis 25 Jahren dabei. Darunter zwar kein Friedinger, aber mit dem 18-jährigen Andreas Rieger jemand, dessen Oma in dem Andechser Ortsteil wohnt. Innerhalb eines Tages war das Häusl aufgestellt, am Freitag wurde das Dach gedeckt.

Die Bürgermeisterin, selbst aus Frieding, spendierte zum Dank nicht nur Brotzeit und Getränke, sondern versorgte die Handwerker auch mit allem, was zum Hebauf dazugehört. Am Ende schaut das Häusl für sie deshalb auch aus wie ein Meisterstück.

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