Nur ein Beispiel – auf Lärche, nicht wie geplant auf Eiche: So stellt sich Blacek die Tafeln vor. 

Landeskultureller Wanderweg

Aufklärung macht Jung und Alt Spaß

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Die Planung für den neukonzipierten Landeskulturellen Wanderweg in Erling steht.

Erling – In diesem Jahr soll es endlich soweit sein. Der Landeskulturelle Wanderweg, den es bereits seit mehr als 30 Jahren in Erling gibt, soll erneuert werden. Dies betrifft insbesondere die Informationstafeln, mit denen der etwa drei Kilometer lange Weg zwischen Kloster und Friedenskapelle ausgestattet ist. Schon vor zwei Jahren hatte die Leader-Aktionsgruppe Ammersee die Unterstützung zugesagt. Im Herbst vergangenen Jahres wurde der Förderantrag bewilligt, so dass die Konzeption des Weges in Auftrag gegeben werden konnte. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Markus Blacek dieses Konzept den Andechser Mandatsträgern vor.

Die Ausstattung des Weges lehnt sich an die Art und Weise der Ausstattung des Ammersee-Pfades an. Blacek hat auch dabei als Projektleiter fungiert. Und auch der Erlinger Rundweg soll sich durch seine Aufklärungsfunktion auszeichnen. Außer einer so genannten Empfangstafel, jeweils einer Tafel an Friedenskapelle und Kreuzweg sollen zwölf weitere Tafeln den Spaziergänger innehalten lassen, informieren und vielleicht auch Staunen machen. Darüber hinaus sind Sitzgelegenheiten vorgesehen und interaktive Objekte zum spielerischen Erkunden der Gegend. „Objekt und Tafel sollen eine Einheit bilden“, erklärte Blacek. Und sie sollen in die Landschaft passen. Während die Tafeln rund um den Ammersee auf Stahlkonstruktionen angebracht sind, schlägt er für den Landeskulturellen Wanderweg Eichenkonstruktionen vor. „Die Tafeln werden auf jeden Fall auch kleiner als die, die jetzt draußen stehen.“

Blacek hat seine Ideen bereits von einer Grafikerin umsetzen lassen und stellte ein paar Tafeln vor, die so oder so ähnlich am Weg entlang aufgestellt werden sollen. Die Themenbereiche sind festgelegt auf Entstehen der Landschaft, Humusbildung und Klimawandel, darauf, welche Pflanzen es auf dem Acker, auf den Wiesen, in den Hecken gibt. Und auch wenn der Wald nur angrenzt, soll sich eine Station mit den Waldfunktionen beschäftigen. Erklärt werden soll auch der Wandel der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen 1919 und 2019, der wirtschaftlichen Bedeutung von Land- und Forstwirtschaft und des Klosters. Eingegangen wird auch auf den Wandel der Ortsstruktur und des Ortsbildes. Blacek stellt sich am Ende einen großen Bilderrahmen aus Eiche vor, an dessen Seite eine alte Ansicht der Ortschaft Erling zu sehen ist und im Vergleich dazu beim Durchblick durch den Rahmen der heutige Ort. Themen von Exkursionen könnten sein: Kultur, Glaube, Friedenskapelle und Kreuzweg. Christine Hirschberger (Bürgergruppe) war begeistert. Sie kann es kaum erwarten, dort mit ihren Enkelkindern entlang zu spazieren. Von anderen Beispielen kenne sie diese interaktiven Angebote und wusste deshalb, wie spannend Spaziergänge entlang solcher Strecken sein können. „Toll, spannend“, fand sie dies.

Wie berichtet, soll die Anbringung der schmalen hochformatigen Holztafeln noch in diesem Jahr erfolgen – zum Großteil finanziert aus dem Leader-Förderprogramm. Der Kostenrahmen war vom Steuerkreis der Aktionsgruppe mit 54 400 Euro festgelegt worden. Die Förderung beträgt 50 Prozent.  grä

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