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Familiensaga vom Starnberger See mit Martina Gedeck und Josef Bierbichler (r.) in den Hauptrollen.

Bierbichler-Verfilmung

Ausnahmezustand am Heiligen Berg

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Die Verfilmung von Josef Bierbichlers Buch „Mittelreich“ feiert am Sonntag im Andechser Florianstadl  mit 550 geladenen Gästen „Weltpremiere.“

Andechs – Es ist eine Zeitreise von 1914 bis 1984, in die der Ambacher Schauspieler und Autor Josef Bierbichler seine Leser in seiner Familiengeschichte „Mittelreich“ mitnahm. Als „Zwei Herren im Anzug“ kommt diese Geschichte nun ins Kino. „Weltpremiere“ mit rotem Teppich und 550 prominenten Gästen wird am Sonntag im Florian-stadl vom Kloster Andechs gefeiert.

Die Idee, raus aus dem Kino und raus aus der Stadt, hatten die Berliner Produktionsfirma X Filme Creativ

und X Verleih. Viel Platz musste der Premierenort haben, und er sollte die bayerische Heimat der Familie widerspiegeln, die ja letztlich Bierbichlers Familie ist. Die Wahl fiel auf Andechs mit seinem originellen Festspielhaus, das vom Kloster ja auch vermietet wird. „Der Film ist so besonders, wir wollten einen anderen Weg gehen“, so Meike Günther von X Verleih. Da sollte auch der Premierenort etwas Besonders sein. Und Bierbichler, als Buch- und zugleich Drehbuchautor sowie als Darsteller, freute sich offenkundig auch.

Der für Konzert und Theater ausgebaute Stadl bedarf einiger Umbauten – unter anderem muss die Akustik für die speziellen Anforderungen eines Kinofilms nachgebessert werden. Denn eine Kinopremiere gab es in Andechs noch nie. „Wir werden schon am Samstag mit den Aufbauarbeiten beginnen“, sagt Meike Günther. Decke und Bühne müssen mit schalldämmendem Molton verhängt, die Leinwand muss aufgebaut werden. Und ein Probedurchlauf sei notwendig, damit die 550 Premierengäste in bester Ton- und Bild-Qualität unterhalten werden. Es ist eine erlesene Gästeliste mit den Hauptdarstellern Bierbichler und Martina Gedeck natürlich, mit bekannten Produzenten, mit Theater- und Fernseh-Intendanten, mit Leuten wie Tilman Spengler, Caroline Link, Brigitte Hobmeier und vielen anderen. Sie alle werden am Sonntagmittag zur „Weltpremiere“ auf dem etwa zehn Meter langen roten Teppich und an der obligatorischen Fotowand vorbei schreiten. Auch für das Kloster Andechs, das das Catering übernimmt, ist dies ganz sicher ein Ausnahmezustand.

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