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Sebastian Roth arbeitet in Oberhaching, der Heimweg nach Gauting ist deutlich kürzer

Abschied von der Politik 

Der Junior kehrt Andechs den Rücken

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Der Andechser Gemeinderat verliert eine bedeutende Stimme: Sebastian Roth (CSU) wird sich in der Sitzung am Dienstag, 25. Juli, von seinen Kolleginnen und Kollegen am Ratstisch verabschieden. Er legt sein Mandat nieder.

Erling– Die Gründe sind beruflicher und privater Natur: Roth zieht Anfang kommenden Jahres in die Heimatgemeinde seiner Freundin nach Gauting, in der er derzeit ein Haus bauen lässt. Außerdem ist der Lokalpolitiker beruflich sehr eingespannt.

Mit 37 ist der Erlinger noch jung, dennoch ist Roth in Andechs schon ein politisches Schwergewicht. Neun Jahre gehörte der Sohn des amtierenden Landrats und langjährigen Andechser Bürgermeisters, Karl Roth, dem Gremium an. Und der Abschied tut weh: „Es fällt mich sicher nicht leicht, ich habe die Politik mit der Muttermilch aufgesogen“, sagt der CSU-Politiker. „Es hat mir immer Spaß gemacht“, fügt Roth hinzu und gibt zu, dass er es sich hatte vorstellen können, einmal in die Fußstapfen des Vaters zu treten.

Laut neuer Gemeindeordnung könnte der 37-Jährige auch in Zukunft am Andechser Ratstisch sitzen, das möchte er aber nicht: Bei seinem neuen Arbeitgeber – einer Kommunikations-Agentur in Oberhaching – hat Roth einen Fulltime-Job: Er gehe morgens um 8 aus dem Haus und komme abends um 19 Uhr wieder zurück, berichtet der Erlinger. „Ich bekomme nicht richtig mit, was in der Gemeinde passiert“, nennt Roth den Grund, warum er sein Mandat schon jetzt und nicht erst nach seinem Umzug im Januar abgibt. „Meine berufliche Situation lässt das Wahrnehmen von gemeindlichen Terminen kaum zu“, schreibt er in dem Rücktrittsgesuch an Bürgermeisterin Anna E. Neppel.

Als Nachrücker wäre für Roth auf der CSU-Liste nun eigentlich Michael Deisenberger vorgesehen. Er wird es laut Rot aber nicht, weil er in Berlin arbeit. So kommt nun Florian Frey als zweiter Nachrücker zum Zug und wird auf dem Stuhl von Sebastian Roth am Ratstisch Platz nehmen.

Der 37-Jährige wird sich gänzlich aus der Lokal-Politik zurückziehen, in seiner künftigen Heimatgemeinde Gauting strebt er kein Mandat an: „Man soll nie nie sagen, aber jetzt werde ich erst mal die Freiheit genießen“, sagt Roth junior.

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