Stadlerwiese

Es geht los, aber Skepsis bleibt

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Planer stellten im Andechser Bauausschuss das Erschließungskonzept für die Stadlerwiese vor.

Erling – Nach Abbruch des Bestandes stehen allein rund um die Stadlerwiese in Erling 21 000 Quadratmeter Baugrund zur Verfügung. Die Bauleitplanung wurde am Montag im Bauausschuss angestoßen. Ein Antrag von SPD-Gemeinderat Peter Eberl, vorher eine infrastrukturelle Entwicklungsplanung in Auftrag zu geben, wurde abgelehnt.

Wie berichtet, sollen auf der so genannten Stadlerwiese 95 Wohnungen entstehen. Am Montag präsentierten die drei Eigentümer der Grundflächen ihr Erschließungskonzept. Der Großteil der neuen Häuser soll über die Herrschinger Straße erschlossen werden. Von dort führt eine Straße zu einem Wendehammer, von dem aus auch die Häuser nördlich und östlich erschlossen werden können. Zum Pfahlweg ist eine Fußwege-Verbindung vorgesehen, die zum Teil schon besteht. Über eine Stichstraße vom Wendehammer können auch die nach dem Abbruch des Altbestandes neu geplanten Häuser erreicht werden.

„Tragen Verantwortung für die Weiterentwicklung“

Der ehemalige Baukontrolleur Eberl hatte große Bedenken, obwohl die Erschließung über die Herrschinger Straße als gelungen empfand. Seine Sorge war, dass diese über die Hartmannstraße erfolgen sollte. Trotzdem erinnerte er an das große Ganze. In seinem Antrag listete er alle bislang bekannten Vorhaben im Ortsteil Erling auf. „Frieding und Machtlfing noch nicht einmal eingerechnet“, betonte er.

Genehmigt sind an Pähler Hart/Panoramastraße und im Besengassl bereits 63 Vorhaben. Weitere 208 sollen folgen an Stadlerwiese, Steinrinnenweg, Von-der-Thann-Straße und Herrschinger Straße. Ob die Gemeinde diesen Zuwachs infrastrukturell auffangen kann, wollte er wissen. Und stellte deshalb den Antrag, dies untersuchen zu lassen. Er nannte es unverantwortlich, würde dies nicht vorab geschehen: „Wir tragen die Verantwortung für die Weiterentwicklung.“ Eberl erinnerte in diesem Zusammenhang an eine Aussage von Barbara Pfaffinger, Schulleiterin der Carl-Orff-Volksschule, die im Juni vergangenen Jahres darauf aufmerksam gemacht hatte, dass in fünf bis acht Jahren ein Anbau notwendig sei. 

Bürgermeisterin Neppel sieht Zuwachs gelassen 

Bürgermeisterin Anna Neppel dagegen sieht dem Zuwachs auch wegen des neuen Kinderhauses gelassen entgegen. Die Berechnung für die Betreuung dort reicht bis ins Jahr 2025. Der Bauausschuss lehnte den Antrag auf eine Untersuchung deshalb am Dienstag ab. Ebenso wurde der Wunsch Eberls abgelehnt, große Entscheidungen wie diesen „noch nie dagewesenen Bauboom“ vom Gemeinderat absegnen zu lassen. Der Bauausschuss habe inklusive Bürgermeisterin nur neun Mitglieder, der Gemeinderat immerhin 17 gewählte Vertreter.

Die Grundeigentümer geben nun auf ihre Kosten einen Bebauungsplanentwurf in Auftrag, der über einen Städtebaulichen Vertrag mit der Gemeinde am Ende festgezurrt werden muss.

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