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Künstler am Werk: Martijn Smits, Reinhard Osiander und Georg Janthur lassen sich bei der Arbeit unter freiem Himmel über die Schulter schauen.

Biersymposium

Zentgraf dankt ab, Kloster übernimmt

Es wird wieder gehämmert, gesägt und gewerkelt auf der Maibaumwiese am Heiligen Berg. Noch bis zum kommenden Dienstag findet dort das Biersymposium „Kunst und Bier“ statt.

Andechs –Zum 15. Mal schon. Initiiert und finanziert wurde diese Aktion bislang von der Zentgraf-Stiftung, die 1992 von Georg Zentgraf gegründet worden war. Das erklärte Ziel: Kunst und Bier zusammenzubringen. Im Gründungsjahr der Stiftung feierte Zentgraf zwei Jubiläen – seit 25 Jahren war er Direktor der Doemens-Brauakademie und außerdem hatte er damals seinen 60. Geburtstag gefeiert. In diesem Jahr gibt es wieder ein Doppeljubiläum, denn die Stiftung wird 25 Jahre alt und Zentgraf wurde am vergangenen Wochenende 85. Schon im vergangenen Jahr hatte er Abt Johannes Eckert darauf vorbereitet, dass das Stiftungskapital zur Neige gehe und er sich zurückziehen wolle. Da das Symposium aber gut zum Heiligen Berg passt, findet die Kunstaktion fortan unter der Regie des Klosters statt. Diese Nachricht war quasi das Geburtstagsgeschenk für Zentgraf, der sich sehr freute, dass seine Idee fortgesetzt wird.

„Es ist ein schönes Thema, das gut zu uns passt“, sagt Christian Rieger, seit 2014 kaufmännischer Leiter auf dem Heiligen Berg. Als er im Juli vor drei Jahren anfing, habe ihn das Symposium, das kurz darauf begann, sofort begeistert. So geht es auch vielen Besuchern. Ein „niedriger fünfstelliger Betrag“ sei es den Mönchen deshalb wert, die Aktion fortzusetzen.

In 15 Jahren haben sich einige Skulpturen zusammengesammelt, die nun auf der Maibaumwiese und auch an deren Plätzen auf dem Heilgien Berg ihren Platz gefunden haben. Einige sind angekauft, wie der Mönch, der dem verstorbenen und so beliebten Gastvater Frater Lambert so ähnlich sieht und freundlich auf der Maibaumwiese die Besucher begrüßt. In der Regel verweilen die Kunstwerke drei Jahre am Berg und erfreuen sich dadurch auch eines großen Besucherstroms. Das macht das Symposium attraktiv. Immer mehr internationale Künstler bewerben sich. Das können sie auch künftig. Mit kleinen Unterschieden, zum Beispiel soll die Jury bereits im Herbst statt im März tagen. Die Leitung bleibt in den Händen des Bildhauers Hubert Huber aus Fürstenzell.

Aktuell arbeiten Reinhard Osiander aus Böbingen, Georg Janthus aus Wuppertal und Martijn Smits aus Utrecht bei besten Wetterbedingungen auf der Maibaumwiese des Heiligen Berges und lassen sich bei der Entstehung von „Schäfflertanz“, Paternoster und einer Darstellung über die Verbindung von Glauben und Geld über die Schulter schauen.

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