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Ein letztes Dankeschön: Viele Andechser, die Vereine und Bürgermeisterin Anna Neppel begleiteten Erwin Rauscher auf seinem letzten Weg. Pater Valentin Ziegler beerdigte den ehemaligen Bürgermeister. 

Trauerfeier für Erwin Rauscher

Abschied für und mit „Unser Erwin“

Der frühere Bürgermeister von Andechs, Erwin Rauscher, ist am Samstag zu Grabe getragen worden.

Frieding – Die Sitzgelegenheiten in St. Pankratius in Frieding reichten am Samstag nicht für alle Freunde, Wegbegleiter, Verwandte und Bekannte aus, die von Erwin Rauscher Abschied nehmen wollten. Der ehemalige Bürgermeister hat im Laufe seines Lebens Frieding und sein Dorfleben maßgeblich beeinflusst. Am 30. Juli war er im Kreise seiner Familie im Alter von 80 Jahren verstorben (wir berichteten).

Geblieben sind Erinnerungen. Dass er als Mitgründer der Blaskapelle vor 50 Jahren als einziger ein Instrument beherrschte. Oder dass er die treibende Kraft bei dem Bau des Vereinsheims war, der viel Eigenleistung einbrachte. Als Dank wurde das Haus 2005 zum Erwin-Rauscher-Haus umbenannt – und steht seither für das Engagement, das der einstige Bürgermeister für seine Mitmenschen aufbrachte.

Mit Argusaugen habe er den Bau der Carl-Orff-Grundschule überwacht, erinnerte sich Andechs’ Bürgermeisterin Anna Neppel. „Damit konnten Fehler frühzeitig erkannt und korrigiert werden.“

Rauscher war engagierter Bürger und Kommunalpolitiker und liebevoller Ehemann, Vater und Großvater. Dafür wiederum steht die von den Enkeln gegründete „Opa GmbH“. Denn der Großvater war in allen Lebenslagen für sie da, sagte Pater Valentin in seiner Predigt. „Er war ein Tüftler, der sich selbst Wege erschloss, um Lösungen zu finden.“ Zum 80. Geburtstag im Januar hatten die drei Enkel dem Opa einen Laptop geschenkt – und bis kurz vor seinem Tod arbeitete er sich in die Geheimnisse der Computertechnik ein. Und dann kam der Tag, des „Nicht mehr Könnens“, wie Pater Valentin es nannte. Als Rauscher im Krankenhaus lag und nach Hause wollte. „Die Familie war dankbar, ihm etwas auf seinem letzten Weg zurückgeben zu können“, konstatierte der Geistliche. So nahmen Tochter Heidi Birken und Familie den Vater, Schwiegervater und Opa zuhause auf.

„Es bleibt die dankbare Erinnerung“, sagte Christine Hirschberger im Namen der Bürgergruppe. „20 Jahre lang war er unser Vorstand und stand uns auch nach seinem Austritt noch zur Seite“, erinnerte sich Martin Stumbaum an den Ehrenvorstand. „Erwin, danke für alles, was Du für uns getan hast“, schloss der Kassier der Friedinger Blaskapelle seine Ansprache. Dann erklang von der Empore das vor ein paar Jahren eigens für Rauscher komponierte Stück „Unser Erwin“.     mk

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