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Viele glückliche Gesichter nach Impfaktion

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Von: Andrea Gräpel

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Glücklich „geboostert“: Bürgermeister Georg Scheitz und Dr. Verena Herold haben den Impftag initiiert.
Glücklich „geboostert“: Bürgermeister Georg Scheitz und Dr. Verena Herold haben den Impftag initiiert. © Dagmar Rutt

Eigentlich hätte die Gemeinde Andechs schon zum Christkindlmarkt eine Impfaktion durchführen wollen. Der Christkindlmarkt fiel jedoch bekanntermaßen aus, und mit dem BRK, das zu diesem Termin auf den Heiligen Berg gekommen wäre, ließ sich kein neuer gemeinsamer Termin finden. Also sagte sich Bürgermeister Georg Scheitz: „Dann machen wir’s halt selbst.“ Am vergangenen Samstag war es soweit – ohne BRK. „Eine super Aktion“, freut sich Scheitz.

Andechs - Der Andechser Bürgermeister konnte für diesen Gemeinde-Impftag auf die Unterstützung von Dr. Verena Herold zählen. Die Ärztin teilt sich eine Gemeinschaftspraxis für Innere und Allgemeinmedizin mit Dr. Rike Berhalter und Dr. Andreas Pohl in Herrsching. Verena Herold selbst wohnt in Erling, ist dort geboren und aufgewachsen. „Ein Andechser Kindl“, freut sich Scheitz, denn so entstand der Kontakt und schließlich die Idee, im Feuerwehrhaus am Steinrinnenweg in Erling ein Impfangebot zu machen. Verena Herold konnte dabei auf die Unterstützung ihrer Arztkollegen aus Herrsching bauen, die ihr am Samstag tatkräftig zur Seite standen.

Von 120 möglichen Terminen konnten immerhin 90 vergeben. Die meisten bekamen eine Auffrischung, eine sogenannte Boosterimpfung, nur ein paar die Zweitimpfung. Darüber hinaus freute sich Verena Herold über vier Erstimpfungen. Scheitz zeigt sich im Gespräch mit dem Starnberger Merkur zufrieden. Der Bürgermeister selbst hat sich am Samstag als erstes „boostern“ lassen können und freute sich, dass auch aus der Flüchtlingsunterkunft Bewohner angemeldet waren, um sich zweitimpfen oder „boostern“ zu lassen. Während sämtliche Feuerwehrleute in einer gesonderten Aktion schon vor drei Wochen eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten, so Scheitz, war es für sie keine Frage, trotzdem die Räume zur Verfügung zu stellen und sich um die Anmeldung zu kümmern.

Die meiste Arbeit, lobte die Ärztin, habe im Vorfeld Stephanie Widera im Rathaus geleistet. Denn Spritzen seien schnell aufgezogen, die Vergabe der Fünf-Minutentermine sei jedoch viel aufwendiger, so Verena Herold. Die Assistentin des Bürgermeisters habe das großartig hinbekommen. Verena Herold selbst und ihre Kollegen konnten die Hände nach der dreistündigen Aktion allerdings auch nicht einfach so wieder in den Schoß legen, da jede Impfung genau dokumentiert und dem Robert-Koch-Institut gemeldet werden muss. Da gingen noch mal ein paar Stunden drauf. Aber der Aufwand habe sich gelohnt, „es gab sehr viele glückliche Gesichter“, sagt sie.

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