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Altes Handwerk wurde demonstriert.

Öko-Erlebnistage

Hoffest der Superlative in Erling

Erling -  Die schönsten Öko-Erlebnistage, die gab es im vergangenen Jahr in Erling. Das haben die Bio-Bauern des Andechser Ortsteils schriftlich.

Sie waren zwei von 290 Teilnehmern bei den 15. Erlebnistagen dieser Art in Bayern, erstmals im Landkreis, und wurden auf der Biofachmesse in Nürnberg nun für die schönsten Veranstaltungen Oberbayerns ausgezeichnet. Erste Preisträger in der Kategorie Landwirtschaft sind die Höfe von Georg Scheitz und Markus Frey in Erling.

„Das freut einen natürlich, wenn viel Mühe auch belohnt wird“, sagt Georg Scheitz jun. Vor rund 25 Jahren war der heute 48-Jährige einer der ersten im Landkreis Starnberg, der seinen Betrieb auf Bio umgestellt und es nie bereut hat. Im Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft ist die ökologische beziehungsweise biologische Landwirtschaft rechtlich verpflichtet, im Ackerbau unter anderem auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Außerdem unterliegt die ökologische Viehzucht strengeren Auflagen als die konventionelle. „Für uns als Landwirte war es wichtig, für die Verbraucher mal die Türen zu öffnen und einen Blick auf die ökologische Lebensmittelproduktion freizugeben. Es bestand außerdem die Möglichkeit, unsere Produkte zu verköstigen.“

Anfangs eher skeptisch, ob überhaupt Interesse besteht, wurden die Veranstalter vom Ansturm überwältigt. Gezählt wurden allein in Erling rund 2000 Gäste, die mit Kindern und Hunden das gemeinsame Hoffest stürmten. Als Transportmittel zwischen den Höfen Frey und Scheitz wurden Kutschen eingesetzt. Den Besuchern, die aus ganz Oberbayern angereist waren, bot sich unter anderem ein Blick in die Vergangenheit. Dazu hatten die Andechser Bauern ihre alten Schlepper, Pflüge und historisches Mähwerk aus der Scheune geholt und demonstriert, wie hart die Vorfahren ihr täglich Brot verdienen mussten.

„Ich weiß gar nicht, wo die plötzlich alle herkamen. Insgesamt waren über 80 Schlepper da“, freut sich Scheitz. Dargestellt wurde außerdem, wie zu Großvaters Zeiten das eingefahrene Korn mit Schlegeln gedroschen und weiter verarbeitet wurde. Aber auch die Arbeit des Zimmermanns und des Spenglers stand im Zentrum der Vorführungen. Die Besucher wiederum durften Butter stampfen und Joghurts herstellen. Großer Andrang herrschte zudem in den Schweine- und Ziegenställen auf dem Hof von Scheitz. Der Verbraucher konnte sich überzeugen, dass die 180 Öko-Schweine ausreichend Platz und jahrein jahraus Zugang ins Freigehege haben. Und auch den 180 Milchziegen fehlt es an nichts. „Wir waren nur Vorreiter im Landkreis und hoffen, dass es in den kommenden Jahren viele Nachahmer gibt“, sagt Scheitz. „Denn nur, wenn wir die Verbraucher informieren, können wir auch erwarten, dass ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet und der Slogan „Geiz ist geil“ bei Lebensmitteln nichts zu suchen hat.“

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