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Symbolbild.

Verkehr

Vorerst keine neuen 30er-Zonen

Im Andechser Gemeinderat entwickelt sich eine ausufernde Debatte über die Vor- und Nachteile einer Neuregelung.

Erling – Zwei 30er-Zonen in Erling sollten Raser einbremsen und damit den Schulweg sicherer machen. Der Antrag ging jedoch nach der jüngsten Gemeinderatsitzung zurück an die Verwaltung. Diese sollte prüfen, ob das überhaupt umsetzbar wäre. Angedacht waren die geschwindigkeitsreduzierten Bereiche vorerst nur nördlich der Herrschinger- und der Starnberger Straße und zwischen der Von-der-Tann-Straße und dem Steinrinnenweg beziehungsweise der Mühlstraße.

Georg Scheitz (CSU) war offensichtlich kein Freund der Geschwindigkeitsbeschränkung und verwies darauf, dass auf vielen der genannten Straßen vornehmlich Anwohner mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs seien. Außerdem müsse man bedenken, dass in 30er-Zonen rechts vor links gelte.

Kurt Peter Eberl (SPD) wusste wiederum, dass mit der 30er-Zone generell Parken zulässig werde und entfachte damit eine Grundsatzdiskussion um den ruhenden Verkehr. Das sei ein Problem für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, gab Irene Dorn (BG) zu bedenken und betonte: „Bevor ich zustimme, möchte ich mit den Bauern reden.“ Georg Zerhoch (CSU) verwies auf die Mülllaster und den Winterdienst, deren Arbeit die parkenden Autos behindern könnten.

Dr. Walter Kellner (Grüne) legte den Fokus zurück auf den Antragsgrund: „Die Eltern wollen ihre Kinder wieder zu Fuß in die Schule schicken“. Er warb für ähnliche Zonen in den anderen Ortsteilen. Sein Sohn gehe jetzt schon zu Fuß zur Schule, warf Stefan Dorn (CSU) ein und fand, dass die Verkehrsberuhigung zu viele Probleme mit sich bringe.

Heidi Birken (BG) brachte die Verkehrsüberwachung ins Gespräch, denn sie bezweifelte, dass Schilder alleine ausreichten, damit die Fahrer wirklich den Fuß vom Gas nehmen. Dementsprechend sprach sie sich für den Beitritt im Zweckverband kommunale Verkehrssicherheit Oberland aus, woraufhin Scheitz konterte: „Wir hatten uns doch schon vor zwei Jahren im Gemeinderat dagegen ausgesprochen.“ Die damals angeschafften Smileys hätten nichts gebracht, entgegnete Birken. Johann Albrecht (BG) regte an, die Pläne zu überdenken und zu überarbeiten. Der Antrag wurde daraufhin zurückgestellt.  mk

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