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Wieninger Schloss: Baustart im April

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Von: Andrea Gräpel

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Die Pläne wurden schon 2017 vorgestellt
Die Pläne für das ehemalige Max-Planck-Gelände in Erling wurden schon 2017 vorgestellt. © Sedlmaier

Im Frühjahr nächsten Jahres soll es losgehen mit der Bebauung des ehemalige Max-Planck-Geländes oberhalb der Von-der-Tann-Straße in Erling. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan ist rechtskräftig. Am Dienstag wurde der zweite Bauantrag für ein Einfamilienhaus direkt an der Straße bekannt. Auch oberhalb dieses Grundstücks rücken bald die Bagger an.

Erling - Auch oberhalb der Von-der-Tann-Straße auf Höhe des Wieninger Schlosses soll der erste Bauabschnitt bald in Angriff genommen werden. Dies bestätigt Ferdinand von Transehe-Roseneck, einer von drei Gesellschaftern der Wieninger Schloss GmbH, die das 30 000 Quadratmeter große Gelände Ende vergangenen Jahres von Projektentwickler Walter Essler erworben hat.

Die neuen Eigentümer wollen sich an die Pläne halten, die Esslers Büro in Starnberg entwickelt hatte. Im Wesentlichen ist dies der Erhalt des Wieninger Schlosses, aber auch der Bau eines Appartementhauses mit 21 Wohneinheiten für den wissenschaftlichen Nachwuchs des Max-Planck-Instituts in Seewiesen. Darüber hinaus ist in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Sechs Wohnungen sind geplant.

Wie berichtet, waren auf dem Gelände insgesamt 38 Wohneinheiten in Mehr- und Einfamilienhäuser geplant. Wie viel Wohnungen im Wieninger Schloss letztlich entstehen, „das wissen wir noch nicht“, sagt Ferdinand von Transehe-Roseneck. Auch die Zukunft des ehemaligen Forschungsbunkers, in dem die biologische Uhr von Mensch und Tier erforscht wurde, ist noch nicht gewiss. „Das müssen die künftigen Eigentümer entscheiden.“ Der Bunker befindet sich auf einem der Grundstücke hinterhalb des Wieninger Schlosses, das mit einem Einfamilienhaus bebaut werden soll. Die Bauanträge für diesen Bereich seien aber noch nicht soweit.

Anders sieht es für den Bereich zwischen Herrschinger Straße und Wieninger Schloss aus. Dort sollen die Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Bauanträge können nach Aussage von Architekt Walter Waldrauch vom Starnberger Planungsbüro Raumstation bald vorgelegt werden, sodass ein Baustart im April, wie es der Wunsch der neuen Eigentümer ist, realistisch erscheint.

Das Wieninger Schloss wurde 1862 von Felix Christian Wieninger erbaut und nach ihm benannt. Wobei die Villa nie ein Schloss war, auf der Anhöhe allerdings so anmutet. Von 1959 bis 2014 war auf dem Gelände die Max-Planck-Gesellschaft vertreten. Von 2017 bis 2020 gehörte es dem Projektentwickler Walter Essler aus Starnberg, die neuen Investoren kommen aus Straubing und Gräfelfing. Essler hatte die Idee, das Gebiet zum „integralen Bestandteil“ Erlings werden zu lassen. Es soll also öffentlich zugänglich sein. Ein Weg durch den Wald soll zu dem die Lücke im überregionalen Fuß- und Radwegenetz schließen. An diesen Plänen halten auch die neuen Eigentümer fest, sagt Ferdinand von Transehe-Roseneck.

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