Kommandant Josef Pfänder (l.) und Vereinsvorstand Florian Frey vor den beiden neuen Fahrzeugen der Erlinger Feuerwehr.
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Kommandant Josef Pfänder (l.) und Vereinsvorstand Florian Frey vor den beiden neuen Fahrzeugen der Erlinger Feuerwehr.

Freiwillige Feuerwehr Erling-Andechs

Zwei Kleine sind besser als ein Großer

  • vonAndrea Gräpel
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Die Freiwillige Feuerwehr Erling-Andechs freut sich über zwei neue Fahrzeuge in ihrem Fuhrpark. Bereits im September konnte der geländegängige Gerätewagen (GW L1) aus Görlitz abgeholt werden. Vor zwei Wochen reiste ein Team aus der rund 50 Mitglieder starken Mannschaft dann nach Ulm, um das jüngste Kind, ein ebenfalls geländegängiges Mehrzwecklöschfahrzeug (MLF), zu holen.

Erling - Corona und Lockdown mögen vieles verhindern, die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Erling-Andechs lassen sich in ihrer Begeisterung für dieses Ehrenamt trotzdem nicht bremsen. Sowohl Kommandant Josef Pfänder als auch der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Florian Frey, sind mit ungebrochenem Eifer dabei, ihre Ortsfeuerwehr zeitgemäß, aber auch sinnvoll auszustatten. Dazu gehört, dass sie ein völlig neues, auf Erling abgestimmtes Konzept für ihren Fuhrpark erarbeiteten. Ein Ergebnis daraus ist der Verzicht auf ein großes Löschfahrzeug. Stattdessen dürfen sich die Erlinger über die beiden neuen Fahrzeuge freuen – geländegängig und wie ein Baukasten mit der jeweils notwendigen Ausrüstung.

„Wir sind jetzt viel flexibler“, freut sich Pfänder. „Wir haben das Kiental, die Straßen werden immer enger, da kommen wir mit den großen Fahrzeugen gar nicht mehr immer durch“, erklärt der Kommandant. Frey listet weitere Vorteile auf, angefangen bei geringeren Kosten, denn beide neuen Fahrzeuge zusammen kosten die Gemeinde nur halb so viel wie ein großes Löschfahrzeug. Und weil sie nicht so groß sind, sind sie eben wendiger und gelangen auch schon mal auf Hinterhöfe. Ein weiterer großer Vorteil sei, dass sich vor allem der Gerätewagen über Rollwagen flexibel beladen lasse, so Frey. Zudem dürfen beide Fahrzeuge ohne Lkw-Führerschein gefahren werden, weil sie weniger als 7,5 Tonnen wiegen.

Während der Gerätewagen abzüglich Förderung und einem Zuschuss des Feuerwehrvereins in Höhe von 10 000 Euro die Gemeinde rund 90 000 Euro kostet, belaufen sich die Anschaffungskosten beim MLF abzüglich Förderung auf 192 000 Euro. In Summe sind es also 282 000 Euro. Insgesamt verfügen die Erlinger Feuerwehrler damit nun über vier eigene Einsatzfahrzeuge plus Schlauchwagen mit 2000 Meter Schlauchlänge, der dem Landkreis gehört, aber in Erling stationiert ist.

Nur einen Wunsch haben Josef Pfänder und Florian Frey am Ende doch: Sie würden beide Fahrzeuge nämlich gerne gebührend weihen lassen und dies auch feiern. „Das holen wir auf jeden Fall nach, vielleicht aber erst 2022“, überlegt Frey. Bis dahin sind die Neuen natürlich schon im Einsatz – auch der MLF, der bereits vor einer Woche zu einem Verkehrsunfall in Rothenfeld ausgerückt ist.

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