Auto fährt in Menschenmenge in Helsinki: Ein Toter

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Angeklagt wegen Unfallflucht

Lkw-Fahrer beweist vor Gericht seine Unschuld

Starnberg/Perchting – Wegen einer Flucht in Perchting: Ein Lkw-Fahrer wurde freigesprochen, weil er nachmittags rangierte, der Unfall aber schon vormittags passiert ist.

Ein kaputtes Müllhäuschen beschäftigte dieser Tage das Starnberger Amtsgericht. Ende Juni 2015 soll ein Lkw-Fahrer derart ungeschickt an der Jägersbrunner Straße in Perchting rangiert haben, dass ein 1428 Euro teurer Schaden am Tonnenhäuschen entstand. Fraglich blieb im Unfallfluchtprozess gegen den mutmaßlichen Fahrer des Lastgespannes bis zuletzt, ob den inzwischen pensionierten Allgäuer wirklich die Schuld traf. Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Zeugenaussagen entschied Richterin Christine Conrad schlussendlich auf Freispruch und erklärte: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein ähnlicher anderer Lkw den Schaden verursacht hat.“ 

Kraftfahrer und Chef konnten Unschuld schlüssig nachweisen

„Ich habe gewusst, dass ich mit dem 40-Tonnen-Sattelzug eine sehr enge Baustelle anfahren muss“, erklärte der 65-jährige Allgäuer. Unter Einweisung seines Chefs will der Angeklagte an jenem Nachmittag den Lkw unfallfrei in die Baustelle rückwärts hereingefahren haben: „Ich habe nichts gesehen oder gehört, dass ich irgendwo gegen gefahren sein soll.“ Erst als er mit einer Ladung Wein bereits Richtung Italien unterwegs war, informierte ihn sein Chef via Handy bezüglich des Schadens am Müllhäuschen. Unglücklich verlief in Folge auch die Schadensregulierung. Nicht zuletzt, weil das Häuschen schon im Vorfeld der vermeintlichen Kollision beschädigt war, weigerte sich die Versicherung der Spedition, den Schaden zu bezahlen. 

Die 63-jährige Besitzerin des Häuschens blieb auf den Reparaturkosten für einen verzogenen Metallrahmen und abgeplatzte Ecken des Häuschens sitzen. Glücklich ging hingegen der Prozess aus. Wegen Unfallflucht angeklagt, wurde der Allgäuer freigesprochen, weil verschiedene Augenzeugen berichtet hatten, der Unfall am Müllhaus habe sich bereits in den Vormittagsstunden ereignet. Der Kraftfahrer und dessen Chef konnten schlüssig darstellen, dass die transportierten Holzfertigteile in den späten Nachmittagsstunden geliefert wurden.

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