Zahlreiche Bedenken wurden wegen der möglichen fünf Gautinger Konzentrationsflächen geäußert. Die von der Gemeinde favorisierte Fläche südwestlich von Unterbrunn könnte am Flughafen scheitern. Grafik: ike

Angst vor „Windradmonstern“

Gauting - Die möglichen Konzentrationsflächen für Windräder wecken Ängste. Ein Gautinger befürchtet, dass der Ort von den Anlagen umzingelt wird. Auch mehrere Behörden äußerten Bedenken gegen die Flächen.

Von mindestens zehn bis 15 Windkraftanlagen werde Gauting umzingelt. Diese Befürchtung äußerte ein Gautinger beim örtlichen Anhörungsverfahren zu den möglichen Konzentrationsflächen in einer schriftlichen Stellungnahme. Mit den zirka 200 Meter hohen „überflüssigen Windradmonstern“ werde das Würmtaler Naherholungsgebiet in erschreckendem Ausmaß verunstaltet. Er appelliert an Landkreis und Gemeinde, auf Windräder ganz zu verzichten.

„Es droht keine Gefahr, dass wir überall von Windkraftmonstern umzingelt werden“, beruhigte Anne Franke (Grüne) während der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag. Denn entweder sei die Windausbeute auf den möglichen Konzentrationsflächen nicht wirtschaftlich oder die zuständigen Behörden würden die Flächen nicht freigeben.

Ihre Einwände hatten auch zahlreiche Behörden vorgebracht. Von der Gemeinde favorisiert werden die Konzentrationsfläche zwischen Unterbrunn und dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen sowie das Areal südwestlich von Oberbrunn. Aber gegen diese Standorte hat die Regierung von Oberbayern Bedenken: Durch die Nähe zum Sonderflughafen Oberpfaffenhofen sieht die übergeordnete Behörde Windkraftanlagen dort kritisch. Bei den flugplatznahen Standorten müsse die Gemeinde mit Einschränkungen oder einer Ablehnung rechnen, schreibt das Luftamt Südbayern.

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