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Antrag abgelehnt

Andechs - Enttäuscht hatten sich Nachbarn der Molkerei Scheitz an den Petitionsausschuss gewandt mit der Bitte um Unterstützung gegen das Ausmaß der Erweiterung. Ein letztes Auflehnen. Der Antrag wurde abgelehnt.

Manfred Boll ist Sprecher dieser Nachbarn am Kerschlacher Weg in Erling. Seit 20 Jahren lebt der Maschinenbauingenieur in Andechs. Als ehemaliger Produktionschef des Münchner Triebwerksherstellers MTU, dem auch die technische Abteilung Bau unterstellt war, habe er Erfahrung in Zusammenarbeit mit Bauämtern.

Die Bedenken der Nachbarn beziehen sich auf Dimensionen und Verkehrsaufkommen insbesondere durch den geplanten Hundertwasserturm und durch das auf 150 Meter Gebäudelänge geplante Hochregallager. „Wir befürchten, dass einfach vor unserer Tür geparkt wird“, sagt Boll. Die Nachricht, dass das bestehende Auslieferungslager aus Garching nach Andechs verlegt wird, war für ihn nach dem Bekanntwerden der Hundertwasser-Pläne die nächste „Schock-Information“. Im selben Atemzug betont er, dass es allein um die Bauleitplanung gehe, gegen die sich die Nachbarn stellten, nicht gegen die Molkerei.

„Wir hatten die Hoffnung, dass die Entscheidungsträger die Planung wenigstens überdenken und mit Betrachtung des Ortsbildes optimieren“, sagte Boll, im Petitionsausschuss. „Vorrang von Natur und Kultur sollte insbesondere auch für Andechs Gültigkeit haben“, lautet auch der Schlusssatz des Eilantrages. Dieser war noch im laufenden Bauleitverfahren eingereicht worden, denn der Satzungsbeschluss fiel erst im Dezember. Die Chance, mit einer bereits angedachten Normenkontrollklage zumindest das Hochregallager zu verhindern, wurde der Gemeinschaft der Nachbarn genommen, als schon drei Tage darauf die Baugenehmigung dafür ausgesprochen wurde. Im November war noch gesagt worden, die Beratung werde abgewartet, da es ungewöhnlich sei, vorher Tatsachen zu schaffen. Auf Geheiß des Umweltministeriums wurde dieser Vorsatz dann aber verworfen. Alle Maßnahmen seien genehmigungsfähig.

Damit wurde auch der Eilantrag frühzeitig wirkungslos und der Petitionsausschuss will an der Planungshoheit der Gemeinde ebenfalls nicht rütteln. Eine Klage gegen den Bauantrag, für die noch wenige Wochen die Möglichkeit bestünde, „ist unwahrscheinlich“, so Boll.

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