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Hier entsteht ein Glockenturm: Der Turm hat eine Grundfläche von knapp sechs Quadratmetern, er wird zwölf Meter hoch . 

Evangelische Kirchengemeinde Berg

Glockenturm: Arbeiten gehen los

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Ein lang gehegter Traum erfüllt sich für die evangelische Kirchengemeinde Berg: Die Arbeiten für den Glockenturm haben begonnen.

Berg Wer hoch hinaus will, muss erst einmal ein Loch graben. Das passiert gerade vor dem Katharina-von-Bora-Haus, wo seit vergangener Woche die Arbeiten für den Bau des Glockenturms der evangelischen Kirchengemeinde Berg laufen. Der Turm wird mit zwölf Metern zwar nicht sehr hoch werden. Für die Berger ist er dennoch ein Meilenstein. Bald wird ihr Gemeindehaus, in dem sie regelmäßig Gottesdienste feiern, einer Kirche noch ähnlicher sein.

Besonders groß wird das Loch nicht: Der Turm hat eine Grundfläche von lediglich knapp sechs Quadratmetern. Und doch bedeutet er für die Berger Gemeindeglieder als sichtbares Zeichen ihres Glaubens und ihrer Unabhängigkeit sehr viel. Das lassen sie sich auch etwas kosten. „Die Summe, die für den Bau des Turms nötig ist, ist zu 80 Prozent zusammen“, sagt Pfarrer Johannes Habdank.

Die Gesamtkosten von rund 150 000 Euro sollen allein aus Spenden bestritten werden. Das war der Kirchenverwaltung und Pfarrer Habdank stets wichtig. Habdank freut sich über die Unterstützung der Gemeindeglieder für das Projekt. „Das ist bis jetzt sehr gut gelaufen.“

Den Bergern ist es wichtig, dass sie ihren Turm im Jahr des Reformationsjubiläums einweihen können. Dafür wurden frühzeitig die Weichen gestellt, bis jetzt läuft alles nach Plan. Die beiden Glocken befinden sich bereits seit November im evangelischen Gemeindehaus. Die 290 Kilogramm schwere Glocke namens „Martin“ und die zartere, 210 Kilogramm schwere „Katharina“ wurden im Herbst im hessischen Sinn im Beisein von einigen Bergern gegossen (wir berichteten).

Der Turm entsteht neben dem Katharina-von-Bora-Haus an der Ecke Fischackerweg/Ligsalzweg. Eine Verbindung zum bestehenden Gebäude wird es nicht geben, der Turm wird als Solitär mit Pultdach das Ensemble der evangelischen Kirchengemeinde verstärken. Er ist geschlossen, „Martin“ und „Katharina“ hängen hinter Holzlamellen, die die Lautstärke regulieren können. Das Geläut ist übrigens mit der nächsten Kirche, St. Johannes in Berg, abgestimmt.

Bisher laufen die Arbeiten ganz gut, sagt Pfarrer Johannes Habdank. „Bei den Grabungen ist ein altes Fundament eines Krans aufgetaucht.“

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