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Die neue Saison im Visier: Starnbergs American Footballer gehen heuer ohne echten Chef-Coach in die Landesliga-Runde. 

American Football

Argonauten suchen Helden

Starnberg - Das Starnberger American-Football-Team findet keinen Trainer - also muss es wieder Ludwig Kastenmeier machen.

Ludwig Kastenmeier hatte die Hoffnung nie aufgegeben. Aber nun muss sich der Abteilungsleiter der Starnberger Footballer doch eingestehen, dass seine Suche nach einem neuen Trainer erfolglos geblieben ist. Auch nach Monaten intensiver Fahndung nach einem geeigneten Kandidaten geht der Landesligist ohne einen echten Chef-Coach in die neue Saison, die im April beginnt.

„Es ist alles im Sande verlaufen“, räumt Kastenmeier zerknirscht ein. Der Riedener Weg scheint momentan eine alles andere als angesagte Adresse unter den Übungsleitern zu sein. Dabei mangelt es nicht an einem breit aufgestellten Kader. Mit 40 Akteuren ziehen die Starnberger in die neue Saison. Da sie keiner trainieren mag, muss Kastenmeier selbst in den sauren Apfel beißen. Der Argo-Chef hart sich breitschlagen lassen und betreut in diesem Jahr auch noch die Männer.

„Natürlich ist die Doppelbelastung nicht optimal“, gibt er zu. Denn nebenbei muss er sich noch um den Nachwuchs kümmern, der in dieser Runde besondere Aufmerksamkeit verdient. Unter den 30 Jugendlichen befinden sich zahlreiche 14-Jährige, die das ABC des Spiels erst noch erlernen müssen.

Wie Kastenmeier den Spagat zwischen den Youngstern und den Männern schafft, bleibt abzuwarten, zumal er noch als Abteilungsleiter jede Menge Verantwortung trägt. Immerhin kann der neue Head-Coach auf einen eingespielten Stab zurückgreifen. Miro Rosinski ist als Fachbetreuer für die Offensive zuständig, während Konstantin Plettner die Defensive koordinieren soll. Neben den drei hauptverantwortlichen Trainern arbeiten noch Quirin Schallameier, Markus Zielke, Fabio Plaschke und Benedikt Ernst als Übungsleiter mit speziellen Aufgabenbereichen mit.

Die Vorfreude auf die neue Saison ist trotz der vergeblich verlaufenden Trainersuche groß. Eine halbe Hundertschaft Jugend- und Seniorenspieler absolviert in der Karwoche das inzwischen schon obligatorische Trainingslager am Gardasee. Mit weiteren Verstärkungen in den nächsten Wochen rechnet Kastenmeier nicht mehr, obwohl er über gute Kontakte zu einigen ehemaligen Akteuren verfügt. „Wir sind da an ein paar Leuten dran, die erst 2017 einsteigen wollen“, verrät er. Hoffentlich halten sie ihn nicht wieder hin. Nicht dass Kastenmeier demnächst nicht nur ohne Coach, sondern auch ohne Spieler dasteht.

Christian Heinrich

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