Ausstellung entführt in die Tropen von Tutzing

Tutzing - 24 verschiedene Orchideenarten gibt es in Tutzing und Umgebung. Sie sind dokumentiert und derzeit in einer Fotoausstellung im Tutzinger Rathaus zu sehen.

Eines Tages stand Bärbel Henschel „irgendwo in einer Wildnis“ im Südwesten von Tutzing. Lothar Hübner vom Bund Naturschutz hatte sie über einen „völlig überwachsenen Hang“ geführt, erinnert sie sich - und dann sah sie ihn: Cypripedium calceolus - den Frauenschuh. Und zwar nicht nur einen einzelnen, sondern „einen ganzen Busch mit sehr vielen Blüten“. Seit fast 40 Jahren wohne sie nun in Tutzing, sagt sie, aber sie habe keine Ahnung gehabt, dass es diese Orchideenart in der Gemeinde gibt.

Bärbel Henschel gehörte zu einer kleinen Gruppe von Fotografen, die solche Pflanzen in Bildern festgehalten hat. Förmlich „in den Tropen von Tutzing“ fühlten sie sich - und so lautet auch der Name einer Ausstellung im Tutzinger Rathaus, die die einheimischen Orchideen noch bis zum 10. Mai präsentiert und auf viel Interesse stößt.

Fast alle Pflanzen sind auf Tutzinger Gemeindegebiet aufgenommen worden. Klaus Hirsch, der Vorsitzende der Tutzinger Ortsgruppe im Bund Naturschutz, ist überzeugt: „Die Ausstellung spiegelt den jetzigen Stand der Orchideen-Vielfalt in der Gemeinde wieder.“ 24 verschiedene Arten wurden gefunden. „Von 20 wusste ich“, sagt Hirsch.

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