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Das heutige Autohaus soll teilweise abgerissen, erweitert und um ein E-Mobilitätszentrum ergänzt werden.

Bauvorhaben

Große Erweiterungspläne bei Autohaus Bauer

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Große Erweiterungspläne hat das Autohaus Bauer in Pöcking. Es wird ein Bebauungsplan in Auftrag gegeben.

Pöcking – Gut Ding will Weile haben. So lässt sich die Debatte im Bauausschuss der Gemeinde Pöcking am Montagabend schnell zusammenfassen. Stephanie Bauer hatte einen Antrag auf Vorbescheid für den Teilabbruch und die Erweiterung ihres Autohauses an der Weilheimer Straße gestellt. „Die Anforderungen der Autohersteller an die bauliche Gestaltung der Autohäuser steigen“, sagte Bürgermeister Rainer Schnitzler im Ausschuss.

Doch mit einer bloßen Erweiterung wollte es die Antragstellerin nicht bewenden lassen. Sie plante laut dem Antrag die Errichtung eines E-Mobilitätszentrums. „Einer der Hersteller, die dort verkauft werden, plant, künftig auch seine Elektroautos in Deutschland anzubieten“, so Schnitzler weiter. Daher habe sich die Firma entschlossen, neben den Elektro-Autos auch noch E-Fahrräder anzubieten. Dafür würde mehr Platz benötigt.

Zudem sei angefragt worden, ob der Bau einer Neuwagentiefgarage möglich sei. Des Weiteren plant Stephanie Bauer laut dem Bürgermeister, auf dem Gelände Mitarbeiterwohnungen zu errichten. Bis zu vier Häuser sollen entstehen, so Schnitzler, in denen in Absprache mit der Gemeinde auch bezahlbare Wohnungen für Pöckinger mit kleinem Geldbeutel angeboten werden sollen.

Grundsätzlich konnten sich Verwaltung und Ausschuss mit dem Vorhaben eines ortsansässigen Unternehmens auch durchaus anfreunden. Allerdings, da ließ Schnitzler keinen Zweifel aufkommen, halte er die geplanten Baumaßnahmen in diesem Umfang derzeit nicht für genehmigungsfähig, da sich das Areal im Außenbereich befindet.

Hier sind laut dem Bürgermeister zwar Erweiterungen einmal genehmigter Betriebe möglich. Aber diese dürften maximal ein Drittel größer ausfallen als der bisherige Bestand. „Und das würde ausschließlich das Autohaus betreffen und keinesfalls Wohnungen“, so Schnitzler. Deswegen habe er im Vorfeld das Gespräch mit Stephanie Bauer gesucht: „Ich habe ihr geraten, den Antrag auf Vorbescheid zurückzuziehen und stattdessen die Aufstellung eines Bebauungsplanes zu beantragen.“ Natürlich dauere das länger, aber es sei niemandem gedient, wenn der vorliegende Antrag in einigen Monaten vom Landratsamt abgelehnt würde und man dann dennoch einen Bebauungsplan in Angriff nehme.

Dem schlossen sich die Bauwerberin und die Ausschussmitglieder an. Parallel zum Bauer-Bebauungsplan soll aber auch eine städtebauliche Studie erarbeitet werden, wie das Gelände zwischen der Birkensiedlung und dem Lindenberg in Zukunft entwickelt werden soll.

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