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Putzlücken werden am Bahnhof ausgebessert. 

Gebäude als erhaltenswert eingestuft

Abriss des historischen Bahnhofs in Gauting ist vom Tisch

Vor zehn Jahren beschloss der Gautinger Gemeinderat, dass der historische Bahnhof abgerissen werden soll. Nun hat der Gemeinderat den Beschluss aufgehoben. Das Gebäude wurde als sanierbar eingestuft.

Gauting – Zügig weiter geht es mit der städtebaulichen Entwicklung des Gautinger Bahnhofareals. Nach dem vom Bauausschuss favorisierten Siegerentwurf der Münchner Büros Beer, Bembe, Dellinger und Fauth soll das historische Bahnhofsgebäude mit der ursprünglichen Klinkerfassade erhalten bleiben. Deshalb hat der Gemeinderat den Abrissbeschluss vom 29. Juni 2010 aufgehoben. Im nächsten Schritt sind Instandhaltungsarbeiten mit neuem Fassadenanstrich geplant. Zur Debatte steht auch ein Graffiti-Künstler-Wettbewerb.

Es muss bei der Planung für das Bahnhofareal weitergehen, betonte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger (CSU) in der Gemeinderatssitzung. Denn die Nachbarschaft gegenüber vom Bahnhof – so das Hotel Simon – fragten schon an, wie sich das Gesamtareal entwickeln wird. In allen sechs Architektenentwürfen sei das mehr als 100 Jahre alte Bahnhofsgebäude als „erhaltenswert“ und sanierbar eingestuft worden, sagte die Bürgermeisterin. Von der Städtebauförderung seien 90 Prozent der nicht rentierlichen Kosten als Zuschuss zu erwarten, allerdings nur, wenn der alte Bahnhof restauriert werde.

Alte Optik statt Barrierefreiheit

Wolfgang Meiler (BiG) war anderer Meinung. Der von den Gautingern geliebte historische Bahnhof solle in seiner Kubatur erhalten bleiben. Doch nur mit einem Neubau in der alten Optik erreiche man Barrierefreiheit und eine bessere Nutzbarkeit, so Meiler.

„Ich bin dagegen“, argumentierte Richard Eck (UBG). Er wolle erst eine genaue Kostenaufstellung. Der favorisierte Entwurf von Anne Beer habe verkehrstechnische Mängel: Die vorgeschlagene Treppe auf der Südseite direkt zum Bahnhofsplatz sei so nicht realisierbar. Weil der Bahnhofsplatz im Entwurf Beer künftig frei von Verkehr bleiben soll, hätten Autos keine Umkehrmöglichkeit, kritisierte Eck.

Verwaltung soll Angebote einholen

Die Verwaltung wurde beauftragt, Kostenangebote einzuholen: Bis Details für die Gebäudesanierung feststehen, soll der Putz der Außenfassade ausgebessert und gestrichen werden. Auf Vorschlag von Ariane Eiglsperger (UBG) steht auch ein Künstler-Graffiti-Wettbewerb zur Debatte – mit der Gautinger Schule der Fantasie von Rosi Zacher.

Christine Cless-Wesle

Das Thema treibt die Bürger schon eine ganze Weile um, denn die Gautinger hängen an ihrem alten Bahnhof.

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