+
Unter anderem geht es bei den Diskussionen über die Gilchinger Glatze um diese Zukunftsvision der CSU. 

Gilchinger Glatze

Planung steht auf der Kippe

Einwendungen mehrerer Fraktionen zum Bebauungsplan Gilchinger Glatze irritieren die Gilchinger Verwaltung. Die gesamte Planung steht zur Diskussion. 

Gilching – In die Planung für die so genannte Gilchinger Glatze kommt Bewegung. Bis Ende April 2018 hatten Träger öffentlicher Belange und Bürger die Möglichkeit, Einsprüche und Anregungen zum Bebauungsplan anzumelden. In der heutigen Bauausschusssitzung werden Einwendungen von CSU, FDP, ÖDP und BfG auf den Prüfstand gestellt.

Es ist ungewöhnlich, dass nach einem Billigungsbeschluss, der am 5. Dezember 2017 vom Gemeinderat einstimmig gefasst wurde, im Rahmen der Auslegung Einwendungen von am Beschluss beteiligten Fraktionen eingehen. „Für die weitere Vorgehensweise und Abwägungen im Bauleitplanverfahren sind diese Einwendungen elementar“, stellt Bauamtsleiter Max Huber in der Beschlussvorlage fest. „Für die Verwaltung stellt sich aufgrund dieser Entwicklung nun die Frage, wie mit diesen Einwendungen umgegangen werden soll.“ Unter anderem fordere die CSU-Fraktion anstelle einer Landschaftssenke eine Entlastungsstraße. Diese beginnt am neuen Kreisverkehr Gewerbepark Ost, führt über die Landsberger Straße und einen Kreisel unter der Bahn hindurch und bietet auch Anbindungen an die Verbindungsstraße Bahnhof Gilching-Argelsried beziehungsweise Sonnenstraße (wir berichteten). Das Büro Ingevost für Verkehrsplanung sei bereits beauftragt worden, diesen Vorschlag aus verkehrsplanerischer Sicht zu bewerten und in der heutigen Bauausschusssitzung dazu Stellung zu nehmen, erklärt Huber. Sollte das seit 2005 erstellte und 2018 vom Gemeinderat gebilligte Planungskonzept „Gilchinger Glatze“ inklusive Landschaftssenke, Verkehrskonzept und energetischem Konzept keine Mehrheit finden, müsse das Vorhaben gegebenenfalls neu ausgeschrieben werden.

Die Ausschussgemeinschaft FDP, ÖDP und BfG regte zudem an, ausreichend Zufahrten für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge zu schaffen. Laut Wilhelm Boneberger (FDP) sei die im Bebauungsplan festgelegte Fläche zur Errichtung einer Kinderbetreuungseinrichtung nur über einen schmalen Anliegerweg anzufahren. Das könnte im Notfall die Anfahrtszeit verzögern. Generell aber sei eine Entzerrung des zunehmenden Verkehrs notwendig, so Boneberger.

Auf der „Gilchinger Glatze“ soll Wohnraum für bis zu 2000 Menschen entstehen. Über die Planung wird seit vielen Jahren diskutiert. Die Sitzung am heutigen Montag beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

Uli Singer

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kaum Sorgen wegen Rekord-Verschuldung
Die Verschuldung des Landkreises wird bis 2023 von 0 auf bis zu 180 Millionen steigen. Das geht aus der Prognose zum Haushalt 2020 hervor, der gestern im Kreisausschuss …
Kaum Sorgen wegen Rekord-Verschuldung
Schwerkranke Frau bekommt von Jobcenter nur 4,24 Euro im Monat: Betreuer mit drastischen Schritten
Keine fünf Euro bekommt eine psychisch und körperlich kranke Starnbergerin vom Jobcenter. Der Fall zeigt auf dramatische Weise, wie jemand durch das Sozialsystem fallen …
Schwerkranke Frau bekommt von Jobcenter nur 4,24 Euro im Monat: Betreuer mit drastischen Schritten
„Bus vor Kirschbaum“ fährt auf Titelseite
Zum neuen MVV-Fahrplan leistete die neunjährige Eva-Maria Rehdes aus Andechs einen ganz besonderen Beitrag: Sie gestaltete das Bild, das es auf die Titelseite des …
„Bus vor Kirschbaum“ fährt auf Titelseite
Vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter als Hacker: So verlor ein Geschäftsmann 15 000 Euro
Hacker aus dem Ausland, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben, um Bankkonten zu plündern: Mit dieser ausgeklügelten Betrugsmasche sind immer wieder auch Menschen …
Vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter als Hacker: So verlor ein Geschäftsmann 15 000 Euro

Kommentare