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Bankräuber von Stockdorf droht lange Haftstrafe

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Sperrzone Sparkasse: Die Filiale in Stockdorf wurde am vergangenen Freitag überfallen. Ein Tatverdächtiger aus Feldafing konnte schon wenig später festgenommen werden. Er sitzt in Untersuchungshaft.  Foto: rutt
Sperrzone Sparkasse: Die Filiale in Stockdorf wurde am vergangenen Freitag überfallen. Ein Tatverdächtiger aus Feldafing konnte schon wenig später festgenommen werden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Foto: rutt

Stockdorf - Dem Bankräuber von Stockdorf droht eine Gefängnisstrafe. Derzeit sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Mitarbeiter der Sparkassenfiliale versuchen unterdessen, mit dem Erlebten klarzukommen.

Turbulente Szenen spielten sich am vergangenen Freitag in Stockdorf ab. Ein Mann überfiel die dortige Sparkassenfiliale. Die Angestellten bedrohte er mit einer Waffe, die sich laut Polizei als echt herausstellte. Anschließend flüchtete er mit rund 10 000 Euro Beute, konnte aber nach einer Verfolgungsjagd von einem Augenzeugen und zwei Passanten überwältigt werden (wir berichteten).

Seit Anfang der Woche versuchen die Mitarbeiter der Stockdorfer Filiale, wieder Normalität einziehen zu lassen. Laut Sparkassensprecher Wolfgang Vogt waren alle Mitarbeiter bereits am Montag wieder in der Geschäftsstelle am Harmsplatz - zwei müssen aber noch von einem Kriseninterventionsteam betreut werden. Es sei für die Angestellten wichtig gewesen, dass der Mann gefasst wurde, erklärt Vogt.

Der Tatverdächtige, ein 27-jähriger Feldafinger, sitzt derzeit in Stadelheim in Untersuchungshaft, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums München mit. Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine Gefängnisstrafe. Bei einem schweren Raubüberfall liegt das Strafmaß bei mindestens zwei Jahren. Da er die Angestellten aber mit einer Waffe bedrohte, könnte auch Morddrohung in Betracht kommen - in diesem Fall sind es mindestens fünf Jahre Gefängnis.

Der 56-jährige Gastwirt Gerhard Schober, der den Mann überwältigt hat, soll für sein Eingreifen von der Sparkasse München-Starnberg-Ebersberg belohnt werden. „Wir werden uns erkenntlich zeigen“, sagt Sprecher Vogt. Auch das Ehepaar, das zufällig vorbeigekommen war und Schober geholfen hat, den Täter festzuhalten, soll bedacht werden.

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