Baustellen-Slalom im Würmtal

Feuerwehr fürchtet Verzögerungen

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Gauting - Die seit dieser Woche gültige Einbahnregelung in Gauting treibt der Feuerwehr Sorgenfalten auf die Stirn. Bis Dezember sind weite Umwege nötig.

Für den Rest des Jahres müssen Autofahrer auf dem Weg durchs Würmtal mit Umwegen rechnen und mehr Zeit einplanen. Seit Montagvormittag ist die Ortsdurchfahrt von Gauting in Richtung Süden eine Einbahnstraße. Der Weg nach Planegg führt durch Wohngebiete. Große gelbe Schilder schicken seit etwa 10 Uhr Autofahrer ortsauswärts über die Buchendorfer- und Frühlingsstraße. Aus Richtung München floss der Verkehr Richtung Zentrum vorgestern reibungslos – noch. Die Umleitungen gelten voraussichtlich bis Dezember.

Bisher lief die Sache gut, stellten Polizei und Behörden am Dienstag fest. Die Feuerwehr Gauting jedoch sieht Probleme kommen, weil die Ehrenamtlichen bei einem Alarm Umwege fahren müssen. Deswegen appelliert die Wehr an alle, Kameraden auf Fahrt zum Gerätehaus Platz zu machen  - vor allem auf den Straßen rund ums Gerätehaus. 

Das Problem sieht Kommandant Stefan Klaußner bei der Anfahrt zum Feuerwehrhaus. „Wir müssen erstmal mit unseren Privatautos zum Feuerwehrhaus fahren. Durch die Einbahnregelung sind wir gezwungen, den Umweg über Buchendorfer, Gleixner- und Julius-Haerlin-Straße zum Gerätehaus zu nehmen.“ Das koste Zeit. Laut Google Maps sechs Minuten, hat Klaußner recherchiert. „Ich lehne jede Verantwortung ab, dass die Feuerwehr zu spät kommt.“ Der Kommandant ist sichtlich verärgert, weil er andere Lösungen vorgeschlagen hat. Etwa, indem die Gleixnerstraße auch zur Einbahnstraße würde, damit die Wehr mit den Fahrzeugen problemlos durchkomme. „Das war bei der gleichen Baustelle vor sechs bis acht Jahren auch so“, sagt er. Doch die Gemeinde habe es abgelehnt. Bis zu 30-mal pro Woche habe er angerufen, „doch da läuft man gegen die Wand“. 

Für die Polizei, direkter Nachbar der Feuerwehr, ist die Lage im Moment in Ordnung. „Wir haben durch ein Halteverbot Ausweichflächen auf der Gleixnerstraße geschaffen“, sagt der für Verkehr zuständige Beamte, Josef Schmid. Falls das nicht ausreiche, könne man jederzeit nachbessern. „Wir beobachten das und sind jeden Tag in Kontakt mit der Gemeinde.“


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