Baustelle am Undosa: Der Steg, den die MS Seeshaupt gerammt hatte, wird derzeit repariert. Gleichzeitig bekommt das bisher abgesperrte Ufer einen neuen Vorbau – ebenfalls in Stegbauweise. Foto: SvJ

Unfall kein Imageschaden für MS Seeshaupt

Starnberg - Juristisch ist der Unfall mit der MS Seeshaupt zu den Akten gelegt. Die Regulierung des Schadens ist allerdings noch nicht ganz abgeschlossen.

Der Steg am Starnberger „Undosa“ ist fast gerichtet, die Beule im Rumpf der MS Seeshaupt längst repariert. Für die Bayerische Seenschifffahrt ergibt sich nach der Einstellung des Verfahrens gegen den Kapitän kein Handlungsbedarf.

Der Schiffsführer hatte am Abend jenes Sommertages nach dem Ablegen vom Starnberger Dampfersteg „zu spät bemerkt, dass die Motoren ausgekuppelt waren und somit kein Vorwärtsschub möglich war“, erklärt Schifffahrtsgeschäftsführer Walter Stürzl. In der Folge war der 65-Meter-Dampfer rückwärts gegen den Steg des „Undosa“ getrieben. Fünf Menschen hatten leichte Verletzungen erlitten. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet, wollte dies jedoch gegen Auflagen einstellen. Der Kapitän hat zugestimmt.

Die Schadensregulierung dauert noch an. Der Steg ist bereits teilweise erneuert. „Über die Kosten kann ich noch nichts sagen“, sagt Oliver Bledt, Hauptpächter des Seerestaurants, „es wird ungefähr vier Wochen dauern, bis der Steg fertig ist.“

Stürzl hat volles Vertrauen zu seinem Kapitän: „Es bestanden zu keiner Zeit Bedenken, den seit über 30 Jahren unfallfrei bei der Schifffahrt Starnberger See beschäftigten Kapitän weiterhin als Schiffsführer auf den großen Schiffseinheiten einzusetzen.“ Der Beliebtheit der MS Seeshaupt hat der Unfall nicht geschadet: Laut Stürzl fuhren seit der Taufe am 13. Juli rund 35 000 Fahrgäste mit dem Flaggschiff.

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