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Saison vorbei: Die Verantwortlichen der Bayerischen Seenschifffahrt (im Bild zwei Schiffe auf dem Starnberger See) ziehen eine erfreuliche Bilanz.

Bayerische Seenschifffahrt

Konstant auf Erfolgskurs

Landkreis - Die Saison der Bayerischen Seenschifffahrt ist vorbei. Zeit für eine Bilanz, und die fällt heuer äußerst positiv aus.

Der Andrang war am Sonntag so groß, dass die Bernried gleich mehrere Sonderfahrten startete. Ralph Schlemmert, Betriebsleiter am Starnberger See, kann derweil auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen zurückblicken. „Es gab keine Unfälle dieses Jahr“, freut sich Schlemmert, „allerdings war das Hochwasser in diesem Jahr ein großes Problem.“ Selbst jetzt liege der Starnberger See noch 20 Zentimeter über dem Normalstand. 

Aber für jedes Problem gibt es eine Lösung. „Das haben wir gut mit zusätzlichen Rampen lösen können, die einen sanfteren Einstieg ermöglichen“, erklärt Marcus Weisbecker, Prokurist der Bayerischen Seenschifffahrt. „Diese Maßnahme war in der Summe schon teuer, da wir auch keinen Steg, der auf der Route liegt, auslassen können“, erinnert sich Weisbecker. Die Rampen würde auch wieder abgebaut, sobald kein Hochwasser mehr zu verzeichnen ist. Aber so konnte man den Gästen einen bequemen Zugang zum Schiff ermöglichen. 

Generell wurde und wird viel an den Stegen gewerkelt. Seit 2005 werden sie am Starnberger und dem Ammersee nach und nach erneuert. Sechs Stege waren bereits an der Reihe. „Bei den neuen Stegen ist der Unterbau aus Stahl und nur noch der Oberbau aus Holz“, erklärt Betriebsleiter Ralph Schlemmert. Für diesen Winter sei noch der Umbau des Steges in Seeshaupt geplant. Auch die MS Starnberg bekommt in diesem Winter eine Frischzellenkur: „Der Katamaran wird für den TÜV heraus geholt“, so Schlemmert, „außerdem wird er gewaschen und bekommt einen neuen Anstrich.“ Generell bleiben die Schiffe den Winter über im Hafen und werden entwässert, damit nichts gefriert. „Ansonsten kommen nur normale Wartungsarbeiten hinzu“, fügt der Betriebsleiter hinzu. 

Sein Chef Marcus Weisbecker freut sich vor allem über die Zahl der Fahrgäste in diesem Jahr: „Wir haben am Ammersee erstmals die 300 000er-Marke geknackt. Letztes Jahr waren es nur 280 000.“ Auch am Starnberger See buchten mehr Passagiere eine Schifffahrt, nämlich um die 250 000, rund 10 000 mehr als 2015. „Diese Saison lief wirklich sehr gut, was vor allem am schönen Sommer und an dem besonderen Herbst, der diesmal nicht so verregnet ist, liegt“, vermutet Weisbecker. Es seien besonders viele Urlauber an Bord gewesen. Seine Vermutung: Viele hätten aus Angst vor Anschlägen Urlaub im eigenen Land gemacht. 

Das beliebteste Schiff auf dem Starnberger See ist ganz klar die MS Starnberg, auf der rund 800 Leute Platz haben. Auf dem Ammersee hingegen sind die zwei Rad-Dampfer ungebrochen populär. „Viele sehnen sich zurück in die alte Zeit“, vermutet der Prokurist. 

Nächstes Jahr bekommt der Ammersee einen prominenten Neuzugang: Die MS Utting, die im schwelgerischen Stil der 20er/30er Jahre gebaut wird, soll 2017 ihren Dienst antreten und ungefähr 500 Leute über den See schippern können. „Wann genau sie ihre erste Runde dreht, ist aber noch nicht sicher“, erzählt Prokurist Weisbecker.

Marie Makowka

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