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Beim Verkehr wird's emotional

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Gauting - Lediglich knapp 15 Zuhörer kamen zum 2. Gautinger Verkehrsforum der Bürgerinitiative Pro-Gauting. Was diese aber im bosco boten, war beeindruckend.

Über die Verkehrssituation in der Gemeinde diskutierten sie munter, teils wurde es hitzig und emotional. Was sich daraus ergab, war ein hochinformativer Mittwochabend zum Thema Verkehrssicherheit und Ortsentwicklung. Und nicht nur die Sprecher von Pro-Gauting, Arthur Mattejat und Heinrich Moser, konnten Anregungen für weitere Projekte mitnehmen, sondern auch die Gemeinderäte Stephan Ebner (CSU), Richard Eck (UBG), Wolfgang Meiler (BiG), Maximilian Platzer (CSU) sowie Bürgermeisterin Brigitte Servatius (SPD).

Zunächst informierte die Bürgerinitiative über Vergangenes und Zukünftiges - dabei gab Sprecher Moser einen Überblick über bestehende Missstände. Er betonte in diesem Zusammenhang, „dass man nicht immer nur Probleme ohne Ende sehen, sondern optimistisch vorgehen sollte“. Von Anfang an sei Pro-Gauting für flächendeckende Tempo-30-Zonen gewesen, der Status quo sei aber: Eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gebe es nur in Wohngebieten. Dies führt laut Moser aber zu einer Kanalisierung des Verkehrs auf die Hauptstraßen. Die damit einhergehende Belastung durch Lkw, vor allem Kieslaster, sei unerträglich. Darin waren sich auch die Besucher einig, was so mancher durch persönliche Erfahrungen zu bekräftigen wusste. Dem Problem will Pro-Gauting folgendermaßen begegnen: Durchfahrverbot für Lkw - es sei denn, es sind Anlieger -, frühzeitige Umfahrungshinweise für selbige und Geschwindigkeitsbegrenzungen, um die Fahrt durch Gauting unrentabel zu machen.

Bürgermeisterin Servatius gab aber zu bedenken, dass dazu erst die Bahnhofstraße herabgestuft werden müsse. Diese sei noch eine Staatsstraße, was Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Fahrbahnverengungen momentan verhindere. Und damit, wie einige Besucher des Verkehrsforums anmerkten, auch einen gemütlichen Ortskern. Man bemühe sich allerdings redlich, dies zu ändern, so Servatius.

Auch die Frage, ob jede Fahrt, die die Gautinger machen, sinnvoll ist, gab reichlich Anlass zur Diskussion. Wie unter anderem das Fahrverhalten der Bürger ist, versucht die Gemeindeverwaltung durch eine Umfrage zu ermitteln (wir berichteten). Die möglichen CO2-Einsparungen seien enorm, erklärte Moser. Zum Ende der Veranstaltung gaben sich die beiden Sprecher Moser und Mattejat kämpferisch: „Jetzt heißt es dranbleiben.“

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