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Eine ordentliche Polonaise rund um den Maibaum des Kindergartens gehört natürlich zu einem solch besonderen Jubiläum dazu.

50 Jahre Kita Aufkirchen

Von der Schaukel ins Chefbüro

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Sage und schreibe ein halbes Jahrhundert alt wird heuer der Kindergarten St. Maria in Aufkirchen. Das muss natürlich ordentlich gefeiert werden.

Aufkirchen – Rund um den Maibaum tanzen, singen, lachen – die Kinder, die am Samstag zum 50-jährigen Bestehen des Aufkirchner Kindergartens St. Maria einen Tanz darboten, werden sich in einigen Jahrzehnten sicher nicht dieses Fests entsinnen. Was sie aber behalten werden, ist die Atmosphäre in ihrem Kindergarten: dass sie unbeschwert spielten und dass ihr Herz und ihr Hirn dabei angeregt wurden. Vielleicht erinnern sie sich auch noch an die bunt gestalteten Lebkuchenherzen, die sie zum 50-Jährigen ihrer Einrichtung bekommen haben und die ihre Eltern liebevoll im Vorfeld gestaltet hatten.

Für Kindergarten-Leiterin Caroline Jöhnk war die Feier am Samstag besonders herausragend, weil es sich um ihren Kindergarten in mehrfachem Sinne handelt. Sie war selbst Kindergartenkind dort, hat ihre beste Freundin in den Räumen an der Pfarrgasse kennen gelernt und auch ihre Berufsausbildung dort gestartet. Jetzt ist sie Chefin. „Es war eine wunderschöne Kindergartenzeit, stressfrei, wir konnten viel spielen“, berichtete Jöhnk. „Wir haben uns ausgetobt, es war ein großes Miteinander und ich hab’ die Susi kennen gelernt.“

Wohnung wurde zu Turnhalle und Personalraum

Eltern, Kinder, Vertreter des Trägers, der Pfarrgemeinde Aufkirchen, und der politischen Gemeinde feierten am Samstag gemeinsam. Die Eltern wechseln alle paar Jahre, das Team ist seit vielen Jahren dasselbe – ein Zeichen für die gute Stimmung dort. „Wir haben sieben pädagogische Mitarbeiter, drei sind seit 25 Jahren dabei“, sagte Jöhnk auf Anfrage.

Auch die Örtlichkeit hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten kaum geändert. „Die Gruppenräume sind noch so wie damals“, sagt Jöhnk. Allerdings um Schallschutzdecken erweitert. Die Wohnung, die die Kindergartenleitung einst hatte, sei im Kindergarten aufgegangen. „Dafür gibt es jetzt einen Turnraum und einen Personalraum.“

Pädagogisches Konzept hat sich grundsätzlich gewandelt

Das pädagogische Konzept ist 2017 allerdings ein anderes als 1967. Kindergärten sind inzwischen Bildungseinrichtungen. „Früher ging es mehr um die Betreuung und das gemeinsame Spielen“, sagte Jöhnk. Heute bekämen die Kinder wesentlich mehr pädagogische Anleitung. Das fange beim Morgenkreis an, es gebe einmal die Woche eine Turnstunde, dazu komme die Musikschule ins Haus. Es gebe eine Vorschule, die die phonologische Bewusstheit fördere. „So etwas gab es früher nicht“, sagte Caroline Jöhnk. „Aber wir gehen auch viel in den Garten und haben viel Freispielzeit.“

Und wenn ein solches Jubiläum gefeiert wird, dann spielt auch das Wetter mit. Statt im Pfarrsaal wurde rund um den Maibaum im Garten des Kindergartens gefeiert. Der hat eine besondere Bedeutung für die Kinder. „Er trägt die Schilder unserer drei Gruppen: der Dinogruppe, der Gespenstergruppe und der Löwengruppe.“

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