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Es ist vorbei: Die Kempfenhausener Abiturienten feierten das Ende der Schulzeit äußerst elegant.

Landschulheim Kempfenhausen

„Zähne zusammenbeißen lohnt sich“

Das Gymnasium Landschulheim verabschiedet 70 Abiturienten. Gefeiert wurde in Wolfratshausen.

Berg/Kempfenhausen – Endlich ist das Abitur geschafft, die Schulzeit ist vorbei. Irgendwie seien die 12 bis 14 Jahre doch ziemlich schnell vergangen, meinte der Kempfenhausener Oberstufensprecher Florian Schad in seiner Rede. Die 70 glücklichen Abiturienten feierten am Samstagabend mit ihren Familien und einem Teil des Kempfenhausener Lehrerkollegiums in der Wolfratshauser Loisachhalle ein rauschendes Fest.

Es gibt ja kaum einen emotionaleren Anlass, um mit Familie und Freunden zu feiern, als das Ende der Schulzeit, das Abitur. Sowohl den Absolventen als auch den Eltern stand bei der Feier die Erleichterung ins Gesicht geschrieben.

Das Fest, das bereits am späten Nachmittag begann, hatten die Abiturienten traditionell selbst organisiert. Neu war diesmal die Location in Wolfratshausen. Neu war auch, dass der Service im Saal von der Halle gestellt und nicht von den Schülern der Q 11 übernommen wurde. Absolventin Lisa Niggisch führte als Moderatiorin souverän durch den Abend und holte bereits während der Vorspeise die junge Lehrerin Antonia Tembieg auf die Bühne. „Die humorvollste Lehrerin, die wir je hatten“, verriet Lino Wiede.

Die Bio- und Englischlehrerin berichtete launig über ihre Entscheidung, lieber die Q 11 zu unterrichten als die motzenden Mittelstufler. Auch wenn anfangs der dritte Weltkrieg mit Papierkügelchen ausgebrochen sei, sei der gegenseitige Respekt schnell gewachsen. Sie habe vieles einfach mit Humor genommen, den Unterricht auf „Chillmodus“ umgestellt. Die Schüler schätzten das so, dass sie sich sogar heimlich in ihren Unterricht schlichen. Sie zollte den Absolventen Respekt: „Ihr habt viel Arbeit und Disziplin investiert, für den Dienst am obersten Ziel, dem Abitur. Und Ihr seht, Zähne zusammenbeißen lohnt sich.“ Sie forderte die Schüler auf, jetzt mutig eigene Entscheidungen zu treffen.

Direktor Martin Liebl führte die Abiturienten zurück zu ihren Anfängen in der fünften Klasse, als alles neu und schwierig war. Einzig mit der Aussage „Wir sind mit Ihnen sehr zufrieden“, erntete er tosenden Applaus.

Bevor die glücklichen Absolventen dann einzeln auf dem roten Teppich den Saal zur Bühne durchquerten, um sich Zeugnis, Glückwünsche und eine Rose abzuholen, meldete sich Oberstufensprecher Schad zu Wort. Smart schilderte er Auszüge aus dem Schulalltag, schlug mal wertschätzende, mal kritische Töne an: „Es gab Lehrer, die behalten wir als Freunde in Erinnerung. Es gab aber auch Personen, die haben uns Steine in den Weg gelegt.“ An denen seien sie gewachsen, ja selbstbewusst geworden. Er richtete auch den Blick auf die Eltern: „Ihr habt uns den Rücken frei gehalten, den Weg geebnet und zu den Personen gemacht, die wir heute sind. Danke dafür!“

Susanne Bayer

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