Die Schüler Vlad Boronskiy, Jannik Goldmann, Emil Stiepel, Jakob Schierig, Flori Ruoff, Maxi Reinthaler, Fritz von Pusch, Emilia Lapatke und Shirine Salin zeigen ihren Filmpreis, eine Goldene Kuh, und einen Scheck.
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Die erfolgreiche Videogruppe des Landschulheim Kempfenhausens (v.l.): Vlad Boronskiy, Jannik Goldmann, Emil Stiepel, Jakob Schierig, Flori Ruoff, Maxi Reinthaler, Fritz von Pusch, Emilia Lapatke und Shirine Salin gewannen den ersten Preis beim bundesweiten Wettbewerb „Echt kuh-l“.

Video-AG des Gymnasiums Kempfenhausen gewinnt Preis

Ein Film über einen Albtraum mit Eisbär

  • vonSandra Sedlmaier
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Stell dir vor, du isst im Januar Erdbeeren, und ein Eisbär zieht dich dafür umgehend zur Rechenschaft. Mit dieser Idee hat die Video-AG des Landschulheims Kempfenhausen bei einem bundesweiten Wettbewerb den ersten Platz bei den Fünft- und Sechstklässlern erreicht.

Kempfenhausen – Muss es sein, dass es im Winter Erdbeeren gibt? Nein, sagt der Eisbär im Film der Video-AG des Kempfenhauser Gymnasiums. Wie ein Albtraum erscheint er einer Schülerin mitten in der Nacht. Sie erschrickt – bis sie versteht, dass sich der Eisbär große Sorgen um sein Überleben macht. „Wenn Du jetzt nichts tust, wird in 20 Jahren jeder dritte Eisbär verschwunden sein“, ruft der Eisbär und entreißt dem Mädchen einen Eisbären aus Stoff, um seine Worte zu unterstreichen. Denn irgendwann ist Schluss mit dem Eis an den Polen, wenn die Menschen nicht endlich anfangen, sich zusammenzureißen.

Der vier Minuten lange Film hat den Titel „Bae(e)renalbtraum“ und hat die Jury von „Echt kuh-l!“ im Bundeslandwirtschaftsministerium überzeugt. Die Kempfenhauser Schüler gewannen bei dem bundesweiten Schulwettbewerb zur nachhaltigen Landwirtschaft und Ernährung einen ersten Platz. 1500 Kinder in 200 Gruppen hatten ihre Beiträge eingesendet. In der Altersklasse der Fünft- und Sechstklässler überzeugten Jannik Goldmann, Emil Stiepel, Maxi Reinthaler, Emilia Lapatke, Shirine Salini, Vlad Boronskiy, Jakob Schierig, Flori Ruoff und Fritz von Pusch. Emilia Lapatke und Shirine Salini spielen die beiden Rollen, die anderen kümmerten sich ums Filmen, den Schnitt und die Ausstattung.

Die Freude bei den Schülern über die Auszeichnung sei groß, sagt der betreuende Lehrer der Video-AG, Markus Listl. „Leider konnte es wegen der Corona-Pandemie keine Berlin-Reise geben.“ Das sei sehr schade gewesen. Das Preisgeld von 3000 Euro und die Trophäe Goldene Kuh kamen per Scheck und per Post. Die Zweit- und Drittplatzierten in den vier Altersstufen zwischen dritter/vierter und neunter/zehnter Klasse gewannen eine silberne beziehungsweise eine bronzene Kuh sowie ein Preisgeld von 1000 Euro beziehungsweise 750 Euro.

Lehrer Listl räumt mit den verschiedenen Schülergenerationen in seiner Arbeitsgruppe seit Jahren Preise ab. Die wievielte Auszeichnung die Goldene Kuh des Ministeriums ist, kann er gar nicht sagen. „Ich zähle nicht mehr mit“, gibt er zu. Der Preis sei aber besonders, weil es sich um einen bundesweiten Wettbewerb mit vielen Einsendern handle.

Nicht nur die Preisverleihung, auch der Wettbewerb war geprägt von der Pandemie. Der Einsendeschluss wurde immer wieder verschoben, eine Online-Preisverleihung konnte nicht mehr stattfinden, weil in einigen Bundesländern schon seit Wochen Ferien sind.

Die Kempfenhauser freuten sich trotzdem sehr über den Preis und das Preisgeld. Und die nächste Generation Schüler für die Video-AG stehe schon bereit, sagt Listl.

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