Modellversuch in Berg

Auto teilen auf elektrisch

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Mit einem Unternehmen will der Verband Wohnen für den Landkreis die E-Mobilität voranbringen. Berg macht den Anfang.

Berg – Car-Sharing ist ein Wagnis im ländlichen Bereich, und E-Car-Sharing ist noch risikoreicher. Der Verband Wohnen wagt sich an beides: Die Mieter der Wohnanlage des Verbands in Berg können voraussichtlich ab 1. Juni ein Elektrofahrzeug als Gemeinschaftsauto nutzen. Der Verband sorgt für die Infrastruktur, sprich die Stromleitung, die Firma Zack-smart mobil stellt die Ladestation und das Fahrzeug. Das finanzielle Risiko für den Verband Wohnen bleibt dabei gering. 

Verbandsgeschäftsführer Michael Vossen spricht von einem Modellversuch. „Die Berger Anlage ist eine unserer größten – wenn das Projekt dort scheitert, würde es überall scheitern.“ Wenn es gut laufe, könne man über andere E-Car-Sharing-Projekte auf Verbandsebene nachdenken.

Eineinhalb Jahre lang suchte der Veband nach einem geeigneten Partner. „E-Car-Sharing ist noch schwieriger als mit einem herkömmlichen Auto“, berichtete Vossen in der Verbandsausschuss-Sitzung am Montag. Problematisch seien die ländliche Struktur des Landkreises und dass es ein E-Auto für das Car-Sharing sein soll. „Von der Firma Stattauto kam die Aussage: ,Elektroautos sind im Bereich Car-Sharing nicht wirtschaftlich umsetzbar.‘“

Der Verband suchte dennoch weiter und stieß schließlich auf die neu gegründete Firma Zack-smart mobil. Sie wird laut Vossen ein Elektroauto in die Tiefgarage der Berger Wohnanlage stellen. Der Verband investiert rund 2500 Euro, um Stromleitung und -zähler zu installieren. Auf die Stellplatzmiete von 12,50 Euro im Monat werde verzichtet, sagte der Geschäftsführer. Zack-mobil smart kümmert sich um den Rest.

Die Wohnanlage an der Max-Reger-Straße und Richard-Wagner-Straße hat 35 Wohneinheiten. Nur deren Mieter sollen das Elektroauto nutzen können. „Wir wollten nicht, dass Fremde auf der Anlage herumlaufen“, erklärte Vossen. Die Mieter können das Elektroauto bei Bedarf reservieren. Der Verband will das Modellprojekt ein Jahr lang beobachten und dann sehen, ob auch andere Wohnanlagen mit einem Elektroautos ausgestattet werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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