Ein Ort zum Verweilen. Aber zum Baden ist der neue Seeabstieg am Hotel Schloss Berg nicht gedacht. Weil das viele Menschen anders sehen, stellt die Gemeinde nun Schilder auf: Baden verboten.
+
Ein Ort zum Verweilen. Aber zum Baden ist der neue Seeabstieg am Hotel Schloss Berg nicht gedacht. Weil das viele Menschen anders sehen, stellt die Gemeinde nun Schilder auf: Baden verboten.

Nahe des Dampferstegs

Zu viele Schwimmer am Berger Seeabstieg: Gemeinde reagiert mit Badeverbot

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
    schließen

Für so manchen Berger ist er ein neuer Lieblingsplatz: der mit Treppen, Steinen und Pflanzen neu angelegte Seeabstieg neben dem Hotel Schloss Berg. Doch der schöne Ort zum Verweilen wird von vielen nicht so angenommen, wie sich die Gemeinde das vorgestellt hat. Deshalb reagiert sie nun: mit einem Badeverbot.

Berg – Demnächst sollen Schilder, wie es sie auch in Starnberg gibt, auf das Verbot hinweisen und vor nah am Ufer fahrenden Schiffen warnen. Das teilte Bürgermeister Rupert Steigenberger in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend mit.

„Wir wollten das eigentlich nicht machen. Aber anders funktioniert es nicht“, sagte Steigenberger. Der Plan der Gemeinde ging nicht auf, wie der Bürgermeister einräumt: „Er wurde bewusst so gebaut, dass niemand dazu angeregt wird, ins Wasser zu gehen.“ Die Realität sei aber nun eine andere: „Unmengen“ von Menschen würden ihre Handtücher auf die Wiese legen und über die Treppen und Steine den Weg in den Starnberger See suchen. Und das, obwohl die großen Steine durchaus Verletzungsgefahren bergen, wie Steigenberger sagt. Und: „Wir haben auf die Vernunft der Leute spekuliert.“ Es war nicht vorgesehen, dass sie dort baden – sondern, dass sie sich lediglich hinsetzen, den Ausblick und Sonnenuntergänge genießen.

Beim Bau des Seeabstiegs war zur Überraschung aller eine alte Spundwand aufgetaucht. Mit 180 000 Euro war er trotzdem günstiger als gedacht.

Lesen Sie auch:

Das Starnberger Brauhaus liegt tief im Clinch mit seinem früheren Geschäftsführer. Schon zweimal trafen sich beide Seiten vor Gericht, nun wurde das dritte Fass aufgemacht.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Polizei beendet Party mit mehr als 100 Leuten
Polizei beendet Party mit mehr als 100 Leuten
„Als Nächstes wird geschossen“
„Als Nächstes wird geschossen“
Corona-Reihentest an Realschule: Ergebnisse liegen vor
Corona-Reihentest an Realschule: Ergebnisse liegen vor

Kommentare