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Ein erster, grober Plan für das Huberfeld: Im Norden das neue Rathaus, im Süden Wohnbebauung.

Haushalt 2019

Berg baut Rathaus ohne neue Schulden

Finanziell läuft es von Jahr zu Jahr besser in Berg. Bürgermeister Rupert Monn geht inzwischen sogar davon aus, dass der Rathausneubau ohne Kreditaufnahme möglich ist.

Berg – Der magische Tag war im Herbst 2011, als die Gemeinde Berg ihre letzte Kreditrate bezahlte. Seitdem geht es finanziell kontinuierlich bergauf. Das wurde in der Haushaltsberatung des Gemeinderats deutlich. Während in den vergangenen Jahren stets mittelfristig von möglichen neuen Schulden die Rede war, sagte Bürgermeister Rupert Monn am Dienstag: „Wenn sich die Finanzsituation und die Steuererträge weiter so entwickeln, könnte es sein, dass der Rathausneubau ohne Kreditaufnahme möglich ist.“

Der Haushalt 2019 sei solide, unterstrich der Rathauschef. Konkret sollen zum Jahresende 2019 15,5 Millionen Euro in der Kasse sein, Ende 2018 werden es laut Kämmerin Dorothea Klempnow 17,4 Millionen sein.

Die Kämmerin rechnet mit knapp 18 Millionen Euro 

Die Kämmerin rechnet für 2019 mit Einnahmen in Höhe von knapp 18 Millionen Euro. Knapp 70 Prozent stammen aus Steuern und Abgaben. Die Haupteinnahmequelle der Gemeinde Berg ist die Einkommensteuerbeteiligung. Klempnow geht für 2019 von 6,8 Millionen Euro für Berg aus, 600 000 Euro mehr als für 2018. Sie rechnet auch mit einer halben Million Euro mehr Gewerbesteuer, insgesamt mit 3,8 Millionen Euro.

Etwas mehr als 20 Millionen Euro will die Gemeinde 2019 ausgeben

An Ausgaben ist für 2019 mit etwas mehr als 20 Millionen Euro zu rechnen. Darunter sind 5,5 Millionen Euro für die Kreisumlage und 2,9 Millionen Euro Personalkosten enthalten. Außerdem investiert die Gemeinde 4,6 Millionen Euro. Den Löwenanteil bei den Investitionen ist die Pflege und Erneuerung der Wasserversorgung. 1,56 Millionen Euro fließen in die Erneuerung der Leitungen, unter anderem am Oberen Lüßbach in Höhenrain (160 000 Euro), am Höhenweg in Sibichhausen (220 000 Euro), in der Etztalstraße in Berg (270 000 Euro) und in Harkirchen (500 000 Euro), letzteres, um auch den Brandschutz dort sicherzustellen. Die Feuerwehr Bachhausen bekommt ein neues Löschfahrzeug, das mit insgesamt 360 000 Euro zu Buche schlägt, 310 000 Euro werden in 2019 fällig. Dazu kommen Investitionen wie die Neuregelung des Verkehrs vor dem Landschulheim Kempfenhausen oder der Seeabstieg in Berg, die die Gemeinde freiwillig bestreitet.

Die Differenz von rund 2 Millionen Euro zwischen Aufwendungen und Erträgen will die Kämmerin aus den Rücklagen nehmen. „Wir verbrauchen immer weniger, als wir eingestellt haben“, sagte Monn gestern auf Anfrage. Mit ein Grund für die positive Prognose in Sachen Rathausneubau. Auch heuer sind etwa 400 000 Euro für den Neubau des MTV-Funktionsgebäudes eingeplant – tatsächlich wird aber erst in 2020 gebaut (wir berichteten).

Für das neue Rathaus sind 300 000 Euro eingeplant

Für das neue Rathaus am Huberfeld in Berg sind 300 000 Euro eingeplant. Davon soll die europaweite Ausschreibung der Architektenleistungen bestritten werden. Spatenstich ist laut Monn frühestens im Jahr 2020.

Der Gemeinderat hörte den Ausführungen der Kämmerin zu. Diskussionen um den Sinn einzelner Punkte gab es nicht. Die Verabschiedung des Haushalts soll in der Sitzung am Dienstag, 18. Dezember, erfolgen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Rathaus. Monn sprach seinen Ratskollegen ein Lob aus: „Sie sorgen dankenswerterweise für eine vernünftige Haushaltsabwicklung, indem Sie sparen und das Geld nicht im Vollen raushauen.“

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