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So sehen die Pläne aus: Der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Schneider beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Erweiterung der MS-Klinik. 

Bauarbeiten starten im Frühjahr

Das 13-Millionen-Euro-Weihnachtsgeschenk für die MS-Klinik in Kempfenhausen

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Nächstes Frühjahr geht es los: Die Marianne-Strauß-Klinik startet Um- und Ausbauarbeiten auf ihrem Gelände in Kempfenhausen. Insgesamt geht es um Investitionen in Höhe von 34 Millionen Euro für mehr Betten und mehr Therapieräume.

Kempfenhausen – Die Marianne-Strauß-Klinik in Kempfenhausen ist eine der wenigen Spezialkliniken für Multiple Sklerose in Bayern und genießt einen guten Ruf. Entsprechend groß ist der Zulauf: Die aktuell 100 Betten sind häufig alle belegt, und es ist eng. Seit Jahren sind deshalb Erweiterungspläne für die Klinik im Gespräch, und auch die Tagesklinik soll mehr Kapazitäten bekommen. Die Zahl der Betten soll auf 120 steigen. Das unterstützt jetzt der Freistaat: Mit 13 Millionen Euro fördert er die Maßnahme. Und das ist nur der Zuschuss für den ersten Bauabschnitt. Weitere sieben Millionen Euro bezahlt die Klinik aus Eigenmitteln für die erste Bauphase. Insgesamt will die Marianne-Strauß-Klinik auf dem Gelände am Milchberg 34 Millionen Euro investieren.

Annette Bebersdorf, Referentin der Geschäftsführung der MS-Klinik, schätzt, dass die Arbeiten mit Beginn des Frühjahrs starten. „Am Ende des ersten Quartals planen wir den Spatenstich.“ Schon zuvor soll ein Gebäude auf dem Gelände, in dem früher Mitarbeiterwohnungen waren, entkernt werden. „Danach wollen wir das Gebäude sanieren, damit die Verwaltung dort unterkommen kann“, sagt Bebersdorf.

Im Erdgeschoss ist ein geräumiger Therapieraum geplant

Die frei werdenden Flächen im Hauptgebäude können durch den Auszug der Verwaltung für therapeutische Zwecke genutzt werden. Im Erdgeschoss soll laut Bebersdorf ein geräumiger Therapieraum mit Übungsgeräten für Gruppen- und Einzeltherapien entstehen.

Anbauten sind nördlich und südlich des bestehenden Klinikgebäudes geplant. Dort soll die Tagesklinik künftig sein. Außerdem sollen weitere Flächen für die ambulante Behandlung entstehen. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch die Flächen für Lagerhaltung sowie Ver- und Entsorgung verbessert und modernisiert. Auf dem bestehenden Parkdeck ist mehr Platz für die Tagesklinik geplant.

Der letzte Teil des ersten Bauabschnitts betrifft das Dachgeschoss. Durch Um- und Ausbau sollen acht Doppelzimmer und fünf Einzelzimmer sowie die zugehörigen Nassbereiche entstehen. Damit die Zimmer optimal für die Patienten und das Pflegepersonal ausgestattet sind, will die Klinikleitung ein Musterzimmer einrichten, das jeder Patient und jeder der 250 Mitarbeiter ausprobieren kann. „Wir wollen dort die Ausstattung und die Materialien im Klinikalltag testen“, sagt Bebersdorf. Damit wirklich das Optimum für alle herauskommt.

Die neuen Zimmer sollen größere Bäder und offene Duschen bekommen

„Die neuen Zimmer sind dann genau auf die Bedürfnisse unserer Patienten zugeschnitten“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Schneider bei der Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der Klinik im vergangenen Jahr. „Wir bauen größere Bäder, offene Duschen, und dimensionieren alles so, dass die Patienten mit großen Rollstühlen im Zimmer manövrieren können“, sagte er. „Wir freuen uns sehr über die positive Entscheidung der Regierung von Oberbayern, in die Zukunft unserer Klinik zu investieren.“

Im zweiten Bauabschnitt sollen die Patientenzimmer renoviert werden. Auch sie sollen komplett barrierefrei werden. Vor allem die Badezimmer sollen vergrößert werden. Neben der neurologischen Fachklinik betreibt das Behandlungszentrum für MS-Kranke ein Pflegeheim mit 23 Plätzen.

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