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Präzisionsarbeit vor Zuschauern: An Ort und Stelle zersägten die Burschen den alten Höhenrainer Maibaum. Zuvor wurde der Maibaum aus seiner Verankerung geholt. Mit einem Rumms fiel er auf die Straße, die mit Strohballen ausgelegt war. 

Kirta in Höhenrain

25 weiß-blaue Stücke als Basis für die nächste Feier

In Höhenrain war am Sonntag einiges geboten, denn Trachtler und Burschen feierten gemeinsam Kirta. Unter anderem gehörte eine Maibaumversteigerung zum Programm.

Höhenrain – Premiere für den Trachtenverein Höhenrain. Zum ersten Mal veranstaltete er gemeinsam mit der Burschenschaft eine Kirta in Höhenrain. Am Sonntag gab es traditionellen Tanz, Goaßlschnalzer und Weißwürste für alle. Und nicht nur das: Auch der Maibaum wurde umgelegt und anschließend Stück für Stück versteigert.

Ein halbes Jahr lang hatte die Planung für das Fest gedauert. Die Kindertanzgruppe des Trachtenvereins übte für den Auftritt, die Höhenrainer Blasmusik wählte Lieder aus, und die Burschenschaft bereitete die Maibaumversteigerung vor. Im Klostermaier-Stadl wurde eine Kirtahutschn aufgezogen, die eine Attraktion war. Mit vier Volkstänzen wie zum Beispiel der Sternpolka oder dem Rheinländer stimmten die 15 Kinder am Sonntag die rund 450 Besucher auf die Versteigerung ein.

Höhenrain bekommt nächstes Jahr einen neuen Maibaum

Dafür wurde der Maibaum an Ort und Stelle vorbereitet – und zwar durchaus spektakulär. „Der Maibaum wurde aus der Verankerung gelöst und fiel auf die mit Strohballen ausgelegte Straße. Nur die Spitze ist dabei etwas zerbrochen“, berichtete Rowena Monn vom Trachtenverein. „Der Maibaum wird alle vier Jahre neu aufgestellt. Wir bekommen nächstes Jahr einen neuen. Das Kirtafest war ein schöner Anlass für diese Maibaumversteigerung.“

Die Burschen und Madln der Burschenschaft sägten den gefällten Maibaum in etwa 25 Stücke, die Georg Brandl vom Veteranenverein Höhenrain im Anschluss versteigerte.

Die Versteigerung hat Tradition. Jedesmal, wenn ein Maibaum ausgetauscht wird, können die Teilnehmer neue, weiß-blaue Prachtstücke erwerben. „Die Leute bauen sich eine Gartenbank daraus. Ich habe auch schon Blumentopfuntersetzer gesehen“, erzählte Philipp Holbein, der Klarinettenspieler der Höhenrainer Blasmusik. Die Gäste überboten sich fleißig. Das günstigste Maibaumstück, nämlich die dünne Spitze, konnte für 70 Euro ersteigert werden, das teuerste für 850 Euro. 

Das Rautenstück sei das „Filetstück“ des Maibaums, sagte Brandl

Das war der dickste und wertvollste Teil des Maibaums: das Rautenstück. „Es ist das Filetstück“, meinte auch Brandl bei der Versteigerung. Traditionell warben Oberbursch und Obermadl darum. „Heuer hat das Obermadl gewonnen“, erzählte Rowena Monn. Das durch die Versteigerung erworbene Geld fließt in die Organisation des anstehenden Maibaumfests im kommenden Jahr.

Bis zum Abend blieben die Feiernden beisammen. Für jeden gab es Weißwürste, Gegrilltes und Bier des Starnberger Brauhauses. „Die Stimmung war spitzenmäßig“, freute sich Holbein.  

von Vanessa Lange

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