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Sophie Demmler engagierte sich vielseitig. 

Nachruf auf Sophie Demmler 

Menschen helfen war ihre Berufung

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Nach kurzer, schwerer Krankheit ist Sophie Demmler aus Bachhausen mit nur 58 Jahren verstorben. Zu ihrer Abschiedsfeier sollte nach ihrem Wunsch dennoch niemand in Trauerkleidung erscheinen. 

Bachhausen Sophie Demmler kann von sich sagen, dass sie im Leben alles richtig gemacht hat. Sie hat ihre Zeit dem gewidmet, was ihr am wichtigsten war: ihrer Familie, ihrer Berufung, Menschen zu helfen, und ihrem Zuhause. Das Schöne ist: Das war ihr zu Lebzeiten durchaus bewusst. Oft sagte sie zu ihrem Mann Benedikt: „Ich möchte nirgendwo anders auf der Welt sein. Das hier ist mein Paradies.“ Ihr Paradies waren der Garten und das Haus in Bachhausen, in dem sie mit ihrem Mann und ihren Kindern Bernadette, Theresa und Benedikt lebte. Das hat sie nun zu früh verlassen. Mitte August ist Sophie Demmler im Alter von 58 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben.

Aufgewachsen ist sie auf dem Hof ihrer Eltern Jakob und Rosa Heimrath in Schwabbruck bei Münsing. In ihrer Jugend war sie in der Prinzengarde aktiv. Sie tanzte gerne und ließ keinen Faschingsball aus. Sie liebte es, in Gesellschaft zu sein, feierte gerne und war mit ihrer Fröhlichkeit und ihrem mitreißenden Lachen eine Bereicherung für jede Runde. So war es kein Wunder, dass sie die Begeisterung ihres Mannes für den Goaßbockverein Bachhausen teilte.

Das Vereinslokal blieb im Hause Demmler

Als das Paar 1992 heiratete, in Bachhausen die alte Mühle abriss und neu baute, war es für sie keine Frage, dass das Vereinslokal weiter im Hause Demmler blieb – sommers in der Scheune, winters im Keller. Der Ort und das Vereinsleben lagen Demmler am Herzen. Sie packte an, war pragmatisch und gleichzeitig herzlich und hilfsbereit. „Einmal hat sie für eine Vereins-Nikolausfeier ein zehn Seiten langes Gedicht geschrieben“, erinnert sich Tochter Bernadette Zeitler. Zuletzt verfasste sie für die diesjährige Maifeier eine Eröffnungsrede in Reimform.

Sophie Demmler hatte Freude an der Geselligkeit, sie liebte es, Menschen zu helfen. Sie war Kinesiologin mit einer eigenen Praxis. „Sie hat die Leute, die mit Sorgen beschwert zu ihr kamen, mit einem Lächeln empfangen“, sagte ihre Freundin Nadja Labudda in ihrer Abschiedsrede in der Kirche. „Die meisten sind mit einem Strahlen und neuer Kraft nach Hause gegangen.“ Der eigenen Krankheit begegnete sie mit Optimismus und Zuversicht. „Damit hat sie es uns und allen, die sie liebten, ein großes Stück leichter gemacht“, sagt Tochter Theresa. „Wir waren überzeugt: Mama schafft das.“

Sophie Demmler wünschte sich eine bunte Abschiedsfeier. Keiner sollte in Trauerkleidung erscheinen, das war ihr wichtig. Die Trauerfeier – über 700 Menschen waren da – war gemäß ihrem Wunsch eine Feier ihres Lebens.  

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