Unter neuer Regie vor einem Neustart: das künftige „Strandhotel“, das bis 2020 zum Hotel Schloss Berg gehörte.
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Unter neuer Regie vor einem Neustart: das künftige „Strandhotel“, das bis 2020 zum Hotel Schloss Berg gehörte.

Berg bekommt wieder ein „Strandhotel“

  • Stephan Müller-Wendlandt
    vonStephan Müller-Wendlandt
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Das „Strandhotel“ Berg erlebt seine Wiedergeburt: Die Münchner Augustiner-Bräu Wagner KG hat den direkt am Ufer des Starnberger Sees gelegenen ehemaligen Teil des Hotels Schloss Berg übernommen und wird ihn unter seinem früheren Namen weiter betreiben. Wiederöffnung soll im Frühjahr sein.

Berg – Die Familie Hirt, Eigentümerin des Hotels Schloss Berg, hatte zum Ende der Sommersaison 2020 den am Ufer des Starnberger Sees liegenden historischen Teil ihres Betriebes geschlossen. Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur wollte Geschäftsführer Erich Hirt damals auf die näheren Umstände dieser Entscheidung nicht eingehen. Er sprach lediglich von „innerbetrieblichen Umstrukturierungen“ (wir berichteten). Kurz vor dem Jahreswechsel ist bekannt geworden, dass das früher als „Strandhotel“ geführte Anwesen den Eigentümer gewechselt hat. Die Berger Familie Streifeneder (Sanitätshäuser) hat den gastronomischen Betrieb übernommen und ihn an die Augustiner-Bräu Wagner KG (München) verpachtet.

Der Altbau des Hotels Schloss Berg liegt direkt am Anlegesteg der Seenschifffahrt und war auch deshalb immer ein beliebtes Ziel von Ausflüglern. Aber auch die Einheimischen wussten das gastronomische Angebot des Hotel-Restaurants zu schätzen. Die Berger dürften sich freuen, dass ihnen das beliebte Lokal mit seinem großzügigen gastronomischen Angebot erhalten bleibt. Im Ort hatte es schon Befürchtungen gegeben, dass dort eventuell Eigentumswohnungen entstehen könnten.

Diese Befürchtungen wischt Dr. Martin Leibhard komplett vom Tisch. Das „Strandhotel“ werde in seinem jetzigen Bestand erhalten, versicherte der Geschäftsführer der Augustiner-Bräu Wagner KG auf Anfrage. Das betreffe die großzügigen Restaurantflächen mit ihren Außenanlagen und vier separaten Gasträumen (Schlossstüberl, Tiroler Stüberl, Bauernstube und Restaurant), die Gesellschaften von 20 bis 180 Personen Platz bieten. Auch die 14 Hotelzimmer sollen weiter genutzt werden. Allerdings werde „behutsam im Bestand saniert“, so Leibhard. So werde die Technik auf den neuesten Stand gebracht, insbesondere was die Schankanlagen angehe. „Wir haben da einen sehr hohen Anspruch“, erklärte der Augustiner-Geschäftsführer. Die Fassade des „Strandhotels“ bekomme einen neuen Anstrich, auch die Fenster werden erneuert. Die Außenplätze im Biergarten und auf der Terrasse sollen nach Möglichkeit erweitert werden, das schließe auch die Selbstbedienungstheke ein. Keinen Nachbesserungsbedarf sieht der Pächter bei den Hotelzimmern. Die seien erst 2013 gründlich saniert worden, „und sind in einem hervorragenden Zustand“, so Leibhard.

„Unser Ziel ist es, den Betrieb im Mai wieder aufzunehmen“, sagte Leibhard, „sofern Lockerungen im Zuge der Corona-Pandemie das zulassen.“ Seine Hoffnung ist, dass dann zumindest eine Bewirtung im Außenbereich wieder möglich sein wird. Augustiner-Bräu wird das Strandhotel nicht in Eigenregie betreiben. „Wir suchen einen Pächter. Es gibt mehrere Interessenten, mit denen wir in Verhandlungen stehen“, sagte der Geschäftsführer. Namen könne er noch nicht nennen. Aber so viel könne er sagen, so Leibhard: „Wir sind glücklich, dieses attraktive gastronomische Objekt angepachtet zu haben.“

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