Ein weißer Hund liegt auf dem Boden und gähnt.
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Kostet künftig 80 Euro: Die Gemeinde Berg hebt die Hundesteuer an.

Berg erhöht die Hundesteuer von 41 auf 80 Euro

Kosten fürs Zamperl verdoppeln sich fast

  • vonSandra Sedlmaier
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Hundebesitzer in Berg müssen künftig tiefer in die Tasche greifen: Die Gemeinde erhöht die Steuer für die rund 600 Tiere im Gemeindebereich.

Berg – Die Gemeinde Berg erhöht die Hundesteuer: Von aktuell 41 Euro für den ersten und 72 für den zweiten Hund auf 80 Euro für jeden Hund, unabhängig davon, wie viele Hunde der Berger Bürger bereits hat. Die Steuer für einen Kampfhund steigt deutlich: von 511 Euro (das waren früher 1000 Mark) auf jetzt 1200 Euro. Der Beschluss für die Steuererhöhung fiel einstimmig. Zuletzt wurde die Hundesteuer im Jahr 2006 erhöht.

Keiner der Gemeinderäte stellte die Erhöhung in Frage. Kein Wunder: Der Vorschlag, an die Hundesteuer ranzugehen, kam vom Rechnungsprüfungsausschuss. Der hatte im Juli die Belege geprüft und war zu dem Schluss gekommen, dass eine Erhöhung angemessen sei. SPD-Gemeinderätin Elisabeth Fuchsenberger hatte recherchiert, wie viel andere Gemeinden rund um den Starnberger See und im Landkreis verlangen. Gauting nimmt 60 Euro pro Hund, Feldafing 50. Pöcking staffelt: Der erste Hund kostet 60 Euro, der zweiten 70 und der dritte 80 Euro. Kampfhunde sind in Seefeld am billigsten: Für sie fallen dort nur 120 Euro an. Alle anderen Gemeinden verlangen deutlich mehr Steuer für Kampfhunde, Gauting und Herrsching ebenfalls 1200 Euro, so wie Berg es plant.

Die Rathaus-Verwaltung hatte 1000 Euro Steuer pro Jahr für einen Kampfhund vorgeschlagen. Auf Antrag von Werner Streitberger (SPD) wurde diese Summe auf 1200 Euro erhöht. Gegen die Stimmen von Andreas Hlavaty (CSU) und Harald Kalinke (QUH) folgte der Gemeinderat Streitbergers Antrag. Der zunächst keinerlei Auswirkungen haben wird: „Bis jetzt haben wir keine Kampfhunde“, stellte Bürgermeister Rupert Steigenberger in der Ratssitzung am Dienstagabend fest.

Die Gemeinde rechnet mit rund 20 000 Euro Mehreinnahmen. Im Jahr 2019 zahlten die Besitzer der rund 6005 Hunde 26 440,50 Euro in die Gemeindekasse, für 2021 setzt das Rathaus 45 000 Euro an.

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