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Symbolbild

Drei Leichtverletzte und großer Schaden

Blitzeblau mit Mamas Mercedes unterwegs: Student (24) vor Gericht

Volltrunken im Mercedes der Mutter unterwegs, ließ es ein 24-jähriger Student Mitte November ordentlich krachen. Nun musste sich der junge Mann aus Berg wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung vor dem Starnberger Amtsgericht verantworten.

Berg – Nach ausgiebigem Genuss von Bier und Glühwein im Kreise seiner Freunde brachte es der Student in jener Winternacht auf satte 2,34 Promille. Dennoch traute sich der 24-Jährige zu, die etwa fünf Kilometer lange Heimfahrt anzutreten und dabei auch zwei Freunde mitzunehmen.

Weiter als zwei Kilometer schaffte es der Angeklagte allerdings nicht. Auf der Allmannshauser Straße in Berg kam der Mercedes zu weit nach rechts ab und kollidierte mit einem geparkten Auto. Dabei entstand ein Sachschaden von 14 000 Euro. Teurer Dominoeffekt: Das demolierte Auto wurde auf den davor geparkten Wagen geschoben (Schaden: 1800 Euro). Durch den Aufprall schleuderte der Mercedes zudem nach links gegen ein Verkehrsschild (Schaden: 31 Euro), überschlug sich, landete auf den Dach und kam schließlich knapp neben einer Böschung zum Stehen.

Durch ein Fenster krabbelte das geschockte Trio ins Freie. Einen ordentlichen Schutzengel hatten die drei jungen Insassen allemal. Wenngleich das Auto der Mutter als Totalschaden verschrottet werden musste, wurde niemand ernsthaft verletzt. Lediglich der Angeklagte erlitt Schürfwunden und trägt seither eine kleine Narbe an der Nase.

Vor dem Richter erklärte der einsichtige Student: „Ich dachte, dass ich die paar Kilometer noch nach Hause fahren kann und wollte meine Freunde rauslassen. Ich weiß, dass ich sehr viel Glück gehabt habe.“ Vom Alkohol lässt der Berger seither die Finger, hat sich umgehend für ein Abstinenzprogramm angemeldet sowie einen Verkehrspsychologen aufgesucht.

Besorgte Worte ließ vor allem der Staatsanwalt hören: „Ab zwei Promille wird es für jemanden, der nicht alkoholgewöhnt ist, kritisch mit der Gesundheit.“ Auch Richterin Brigitte Braun mahnte: „Alkohol wird in unserer Gesellschaft akzeptiert und in seiner Gefährlichkeit völlig unterschätzt.“ Mit der verhängten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à zehn Euro blieb Braun knapp unter der Eintragungsgrenze ins Führungszeugnis. Zudem darf dem bisher unbescholtenen Studenten vor Ablauf von zehn Monaten keine neue Fahrerlaubnis ausgestellt werden. Der Idiotentest steht dem Angeklagten ohnehin bevor. Pluspunkte sammelte der junge Mann insbesondere durch sein von Reue gekennzeichnetes Verhalten nach der Tat. „Ich habe sehr positiv bewertet, dass Sie schon angefangen haben, Ihr Leben in den Griff zu bekommen“, so die Richterin in ihrer Urteilsbegründung.     nh

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