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Die Reste des Bootshausen: Mehr als das Fundament im See ist nicht mehr zu sehen.

Vier Monate nach dem Großbrand

Bootshaus: Eine Frage der Genehmigung

Die Zukunft des vor mehr als vier Monaten in Leoni abgebrannten Bootshauses steht in den Sternen. Der ursprünglich angedachte Wiederaufbau ist nicht so einfach wie gedacht – es muss bewiesen werden, dass das Bootshaus vor mehr als 100 Jahren kein Schwarzbau war.

Leoni – Es war eines der großen Feuer im vergangenen Jahr: Am 27. August 2018 brannte das historische Bootshaus vor dem Haus Buchenried in Leoni fast komplett ab, und mit ihm viele Boote von Bootsverleiher Peter Gastl. Ursache war ein technischer Defekt vermutlich an einem Ladegerät eines E-Bootes, der Sachschaden wurde auf mehrere hunderttausend Euro beziffert. Damals ging man davon aus, dass das Bootshaus wieder aufgebaut wird. Das allerdings ist komplizierter als gedacht.

Bereits im Herbst war die Brandruine beseitigt worden. Derzeit sind nur noch die Fundamente im See zu sehen und einige verkohlte Stellen – mehr nicht. Das Bootshaus mit einer Länge von mehr als 30 Metern und einer Grundfläche von etwa 200 Quadratmetern gehörte eigentlich zur Villa Hackländer, die wiederum zur Anlage Haus Buchenried gehört. Unter Denkmalschutz steht die Villa, das Bootshaus hatte dieses Status jedoch nicht. Und selbst wenn doch: Ein nicht mehr vorhandenes Denkmal hat, vereinfacht gesagt, auch keinen Denkmalschutz. Im Landratsamt gab jedoch erste Gespräche, wie mit den Resten weiter verfahren werden soll.

Grundsätzlich gelte, dass ein abgebranntes Gebäude in den Ausmaßen wie zuvor wieder aufgebaut werden dürfe, erklärt die amtierende Kreissprecherin Barbara Beck. Das setze voraus, dass der Eigentümer eine Genehmigung nachweisen könne. Das könnte schwierig werden, denn die Villa ist fast 200 Jahre alt. Das Bootshaus selbst ist deutlich älter als 100 Jahre. Erst wenn der Eigentümer – das wäre die Landeshauptstadt München, die das Gelände jedoch in Erbbaurecht an die Münchner Volkshochschule abgegeben hat – dies nachweise, könne er einen neuen Bauantrag stellen. Den gibt es nicht, weder beim Landratsamt noch bei der Gemeinde Berg, wie Bürgermeister Rupert Monn erklärt. Den aktuellen Stand der Planungen kenne er nicht, sagte der Rathauschef auf Anfrage.

Seitens der Landeshauptstadt und der Volkshochschule gab es zu möglichen Wiederaufbau-Plänen auf Nachfrage keine Aussage. Unmittelbar nach dem Brand ließ die Stadt wissen, man gehe wegen des Erbbaurechtsvertrages von einem Wiederaufbau aus. So sicher ist das inzwischen nicht mehr.

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