1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Berg

Vier Kandidaten für Berg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sandra Sedlmaier

Kommentare

Die Bürgermeisterwahl in Berg im kommenden Jahr wird spannend. Zwei Kandidatinnen stehen bereits fest, ein weiterer wird vermutlich am heutigen Freitag offiziell, und ein vierter überlegt noch.

Berg – Das Berger Rathaus ist zu klein, hat katastrophale Strom- und Datenleitungen und ist insgesamt in die Jahre gekommen. Dennoch ist es hochbegehrt: Aktuell gibt es drei sichere und einen voraussichtlichen Bewerber um das Amt des Bürgermeisters.

Bei der Kommunalwahl im März 2020 tritt Amtsinhaber Rupert Monn (EUW) nicht mehr an. Seine Stellvertreterin, Dritte Bürgermeisterin Elke Link (QUH) war die erste in Berg, die ihre Ambitionen auf Monns Nachfolge publik machte. Dicht gefolgt von FDP-Gemeinderätin Anke Sokolowski, die sich ebenfalls um das Amt als Bürgermeisterin bewirbt (wir berichteten). Am heutigen Freitag wird bei der CSU über einen weiteren Kandidaten geredet. Der langjährige Gemeinderat Robert Schmid, der erst vor der Wahl 2014 von den Überparteilichen zur CSU wechselte, steht bereit. Das bestätigt Bergs CSU-Chef Andreas Hlavaty auf Anfrage.

Der Vorsitzende ist froh, dass jemand zur Verfügung steht. „Was die Kandidaten betrifft, können wir bei der CSU ja nicht unbedingt aus dem Vollen schöpfen“, sagt Hlavaty, der auch Zweiter Bürgermeister von Berg ist und sich in der Verantwortung sieht, nach Monns altersbedingtem Rückzug für Kontinuität in der Gemeinde zu sorgen. Umso schöner sei es deshalb, wenn die CSU einen eigenen Kandidaten stellen könne. „Heute ist eine Vorstandssitzung, bei der wir darüber entscheiden wollen“, kündigt er an.

Kommunalwahl 2020 in Bayern

Der Kandidat der CSU, der Malermeister Robert Schmid, will vor dieser Sitzung gar nicht viel sagen. „Das Amt hat mich immer schon interessiert, deshalb möchte ich meinen Hut in den Ring werfen.“ Wie er seinen Handwerksbetrieb mit fünf Mitarbeitern organisieren werde, habe er schon mit seiner Frau besprochen. „Das würde laufen“, ist er überzeugt.

Genau dieses Problem – wie läuft ein Handwerksbetrieb ohne Chef weiter – ist es, was den potenziellen Kandidaten der Bürgermeisterpartei Einigkeit – Unabhängige Wählergruppe (EUW) noch umtreibt. Der ehemalige Berger Feuerwehrkommandant und Kreisbrandmeister Tobias Völkl möchte erst eine Lösung für seinen Schreinerbetrieb finden. „Ich brenne darauf, Bürgermeister zu werden“, versichert er. Doch offiziell will er sich erst erklären, wenn geregelt ist, wie sein Unternehmen für seine zehn Mitarbeiter weiterläuft. „Das bin ich ihnen schuldig.“

Die Bürgergemeinschaft Berg wird voraussichtlich keinen eigenen Kandidaten stellen. Der langjährige Gemeinderat Rupert Steigenberger winkt ab, kündigt aber die Unterstützung seiner Gruppierung für Tobias Völkl an – wenn er denn für die EUW an den Start gehen sollte. „Völkl ist ein guter Kandidat“, sagt Steigenberger, dem weiterhin die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat am Herzen liegt. „Projekte wie die Windräder kriegt man nur durch, wenn man gemeinsam daran arbeitet. Ich hoffe, dass das gute Verhältnis im Gemeinderat durch den Wahlkampf nicht leidet.“ Die Sozialdemokraten in Berg, die derzeit mit drei Mandatsträgerin im Gemeinderat vertreten sind, überlegen noch, ob sie einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken wollen. „Es laufen Gespräche“, sagt SPD-Vorsitzender Bernhard von Rosenbladt. „Wir sind noch in der Überlegungs- und Beratungsphase.“ Eine wichtige Aufgabe, mit der sich der oder die neue Rathauschefin beschäftigen muss, ist übrigens der Bau eines neuen Rathauses. Bekanntlich will der Gemeinderat am Huberfeld in Berg ein Verwaltungsgebäude errichten.

Alle News und Infos zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Starnberg finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite.

Auch interessant

Kommentare