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„Ich hätte gerne weitergemacht“ , sagt Bettina Hofmann. Aber die Betreiberin des Café Frühtau kann nicht. Der Mietvertrag läuft Ende Juli aus. 

Mietvertrag wird nicht verlängert

Ein Berger Idyll ist bald Geschichte: Café Frühtau muss schließen

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Ein familiäres Idyll in Berg ist bald Geschichte: Das Café Frühtau und die zugehörige Boutique müssen schließen. Der Mietvertrag wird nicht verlängert. Betreiberin Bettina Hofmann sucht nun neue Räumlichkeiten am Ostufer.

Berg – Liebevoll angerichtetes Frühstück, leckere Kuchen und gemütliches Flair in einem alten Bauernhaus, angeblich dem ältesten in Berg: Dafür ist das Café Frühtau in den vergangenen 15 Jahren bekannt geworden. Doch Mitte Juli ist Schluss – auch für die zugehörige Kleidungsboutique. Der Mietvertrag von Betreiberin Bettina Hofmann wird nicht verlängert. „Das ist sehr schade. Ich hätte gerne weitergemacht“, sagt die 56-Jährige. „Wir haben ja nur am Wochenende auf.“ Die anstehende Schließung sei auch für die Stammkunden schlimm. „Sie können es nicht fassen.“ Aber vielleicht gibt es eine Neuauflage.

Hofmann hat ein Schild mit der Aufschrift „Sale“ aufgestellt. In der Boutique gebe es nun 50 Prozent Rabatt auf alles – also unter anderem auf sportliche Freizeitbekleidung, Halsketten, Dekoartikel und „die vielen Kaschmirsachen, die ich habe“.

Die Boutique übernahm sie 2004 - ein Wagnis

Bettina Hofmann kommt ursprünglich aus der Rhön, das Hotel der Eltern prägte dort ihre Gastro-Affinität. Im Landkreis Starnberg lebt sie seit 1997. Die Boutique übernahm sie 2004. Ein Wagnis – „als gelernte Hotelfachfrau kannte ich mich damit nicht aus“. Das Café Frühtau folgte ein Jahr später. Bittet man Hofmann, das Besondere an ihren beiden Berger Idyllen zu beschreiben, kommt sie schnell auf das „Persönliche“ zu sprechen. „Ich kenne fast jeden Gast über die Jahre.“ Die Zusammensetzung der Besucher habe sich aber schon auch verändert. Dass der Tourismus deutlich zugenommen hat, merkt man gerade als Cafébetreiberin.

Eine solche möchte Hofmann auch in Zukunft sein. Sie suche nach neuen Räumlichkeiten am Ostufer des Starnberger Sees. „Ich habe mir schon ein paar Sachen angeschaut“, sagt sie. „Aber es ist schwierig, gerade in diesen Zeiten.“ Das Inventar, unter anderem die großen Möbel und die Bar, verkauft sie. „Ich habe keinen Platz zum Einlagern.“

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