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Völkl gibt Kommandanten-Amt vorzeitig auf

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Verlassen die Führungsriege: Anton Lidl und Tobias Völkl. © Stefan Schuhbauer-von Jena

Nach zehn Jahren als Kommandant der Berger Feuerwehr will Tobias Völkl Ende Januar sein Amt abgeben. Und er ist nicht der einzige, der das Führungsteam der Feuerwehr verlässt.

Berg – Die Jahresversammlung der Berger Feuerwehr Ende Januar verspricht aufregend zu werden. Die gesamte Führungsriege ist neu zu wählen. Vorstand Anton Lidl jun. tritt zurück – das war bekannt. Und auch Kommandant Tobias Völkl will sein Führungsamt vorzeitig zurückgeben. Beide übergeben ein gut bestelltes Haus.

Tobias Völkl (45) ist seit zehn Jahren Kommandant der Berger Feuerwehr. Zuvor war er sieben Jahre lang stellvertretender Kommandant. „Ich trete aus privaten und persönlichen Gründen zurück“, sagt er. Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, und auch sein Schreinerbetrieb verlange mehr Einsatz. „Ich bin auch noch Kreisbrandmeister, üblicherweise habe ich zwei bis fünf Abendtermine die Woche.“

Der Abschied falle Tobias Völkl schwer

Der Abschied falle ihm schwer: „Ich feile jetzt schon an meiner Abschlussrede“, gesteht er. Doch der Zeitpunkt sei einfach gerade günstig. Die Berger Feuerwehr sei gut aufgestellt, so dass er guten Gewissens sein Führungsamt aufgeben könne. „Wir sind eine hochmotivierte Mannschaft mit einer durchschnittlichen Ausrückestärke tagsüber von zehn bis zwölf Mann.“

Nicht nur bei seinen Kameraden genießt Völkl höchstes Ansehen. Er hat auch für eine gute Zusammenarbeit zwischen den fünf Ortsfeuerwehren Berg, Allmannshausen, Höhenrain, Bachhausen und Kempfenhausen gesorgt.

Es gibt viele mögliche Nachfolger

Die Wehr ist so gut aufgestellt, dass es zahlreiche mögliche Nachfolger gibt. „Wir haben vier Kandidaten für den Kommandantenposten“, sagt Völkl nicht ohne Stolz. Auch das Stellvertreteramt sei zu besetzen, auch Florian Knappe wolle zurücktreten. Und Vorsitzender Anton Lidl. Er hatte schon in der jüngsten Jahresversammlung angekündigt, dass er sich zurückziehen werde. Für ihn ist ebenfalls Ersatz in Sicht. „Wir haben das Jahr gut genutzt“, sagt er. „Jetzt ist der beste Zeitpunkt für den Rücktritt – Tobi und ich stecken beide mittendrin in unseren Geschäften, und in der Feuerwehr sind alle hochmotiviert.“ Es gebe mehrere Nachfolger. „Andere suchen händeringend, wir haben das Luxusproblem, dass wir uns entscheiden können.“

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