Förderer, Geehrte und Engagierte: Patrick Keller, Bettina Fiedl, Nina Göring, Herbert Volz, Miriam Quintern, Georg Haslbeck, Kathrin Misselwitz, Sebastian Schweiberger und Kommandant Bastian Sandbichler. Foto: Feuerwehr

Feuerwehr Berg zieht Bilanz

Ein gutes erstes Jahr

  • vonSandra Sedlmaier
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Die Berger Feuerwehr hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Die neue Vorstandschaft und die neuen Kommandanten haben sich gut eingearbeitet. Zu Recht erhielten Vorsitzender Georg Haslbeck und Kommandant Bastian Sandbichler in der Jahresversammlung am Freitag viel Applaus.

Berg – Aktuell gibt es 73 aktive Feuerwehrfrauen und -männer in Berg, darunter 21 Jugendliche. Das Einsatzjahr 2019 hatte fast alles zu bieten, bis auf einen Großbrand, wie Kommandant Sandbichler nicht ohne Erleichterung feststellte. 161-mal waren die Berger im Einsatz, darunter 24-mal wegen einer Brandmeldeanlage. Es gab elf Brände und 80 Technische Hilfeleistungen. Insgesamt war die Arbeit deutlich mehr als im Vorjahr, als die 112-mal ausgerückt waren.

Der kurioseste Einsatz war mit Sicherheit der Ruf nach „Technischer Hilfeleistung Atom-Alarm“ Ende Juli. Ein Schmunzeln ging durch den Raum, weil sich der vermeintliche Atomalarm als verirrtes LED-Licht eines Luftballons herausgestellt hatte (wir berichteten). Die Wehr hatte sich im Nachgang offenbar einige Kritik anhören müssen, weil sie mit so vielen Kräften vor Ort war – wegen einer Lappalie, wie sich herausgestellt hatte. Sandbichler bestärkte seinen Stellvertreter Martin Höbart in seinem Vorgehen. „Wenn eine Polizeistreife Fachkräfte anfordert, muss der Einsatz genauso ablaufen, wie du ihn strukturiert hast.“

Die Berger Wehr half mit, als in Kempfenhausen ein Gasflasche aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, die zunächst für eine Bombe gehalten wurde. Sie rettete im Sommer drei abgestürzte Personen im Schlosspark, im Höllgraben und aus einem Lichtschacht in Kempfenhausen. Sie half bei Verkehrsunfällen und sie unterstützte die Miesbacher, als diese im Januar im Schnee versanken. Jasper Kampf, Stephan Keilitz, Matthias Koegst, Carola Steigenberger, Robert Wegscheider und Thomas Schade erhielten dafür die Schneehelfernadel des Ministerpräsidenten. Sebastian Schweiberger wurde für 25 Jahre aktiver Dienst geehrt.

1783 Stunden verbrachten die Feuerwehrleute bei Einsätzen, rund 5900 Stunden für die Ausbildung. Insgesamt leisteten die Berger 8514 Stunden.

Die Arbeit der Vorstandschaft, deren Sitzungen oft bis in die Nacht dauern, wurde nicht in Stunden gezählt. Vorsitzender Haslbeck und sein Vize Florian Lindner hatten die Vorstände der anderen vier Ortsfeuerwehren eingeladen. „Das war das erste Treffen der Ortsvorstände“, berichtete Haslbeck. Erste konkrete Aktion war die erste gemeindeweite Christbaumaktion aller Jugendfeuerwehren. Aktuell zählt der Verein 170 Mitglieder, darunter 43 Förderer. Die Finanzen sind solide.

Neun Mitglieder der inzwischen 21-köpfigen Jugendfeuerwehr unter Leitung von Kathrin Misselwitz und unterstützt von Tim Lindner, unterzogen sich mit Erfolg der Prüfung für die Deutsche Jugendleistungsspanne. Und beim Jugendpokal in Tutzing schnitten die Berger auch gut ab. Die 13- bis 14-Jährigen durften sogar den Pokal wieder mit nach Hause nehmen. „Ich bin wahnsinnig stolz auf euch“, sagte Misselwitz.

Die Kinderfeuerwehr unter Leitung von Miriam Quintern trifft sich einmal im Monat. Neun Berger Kinder sind dabei. Ein Kinderfeuerwehrler ist nun bei der Jugend dabei.

Bürgermeister Rupert Monn dankte den Ehrenamtlichen. Der Generationswechsel im vergangenen Jahr sei gelungen, sagte er zu Vorstandschaft und Kommandanten. Aktuell arbeiteten die Kommandanten aller Ortsfeuerwehren an einem neuen Feuerwehrkonzept. Kreisbrandrat Peter Bauch war ebenfalls voll des Lobes: „Bei euch läuft alles so locker und flockig, ohne Stress.“

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