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Das neue Auto und die Spender (v.l.): Engelke Schenck, Bürgermeister Rupert Monn, Prof. Sissi Closs, Reent Bruns, Heinz Lendowsky, B ergs Kommandant Tobias Völkl, Bernd Rauch, Dr. Lorenz Friedrich, Jutta Maier, Fördervereins-Vorsitzender Martin Reichart und Rolf Maier.

First Responder

Für den Neuen legen alle zusammen

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Mit 200 PS eilen die First Responder Berg seit Jahresbeginn zu ihren Einsätzen. Das neue Auto wurde auch dank großzügiger Spenden möglich. Am Donnerstag bedankte sich die Feuerwehr bei den Geldgebern. An diesem Sonntag wird das Fahrzeug geweiht.

Berg – 50 000 Euro hat der neue Ford Ranger gekostet, den die First Responder Berg als Einsatzfahrzeug nutzen. 27 500 Euro haben Berger Bürger und Unternehmen zu dem Fahrzeug beigetragen. Die Feuerwehr, zu der die 25 ehrenamtlichen First Responder gehören, dankte es ihnen mit einer exklusiven Präsentation des Autos während eines Empfangs im Berger Feuerhaus am Donnerstagabend.

Die First Responder werden zusammen mit dem Rettungsdienst alarmiert und sind fast immer die ersten vor Ort. Rund 350 Alarmierungen gibt es im Jahr, zu rund 200 Einsätzen rücken die Helfer aus. Sie brauchen in der Regel zwischen vier und 15 Minuten, bis sie bei einer hilfebedürftigen Person sind, wie Bergs Feuerwehrkommandant Tobias Völkl sagte. Es kann ein Kind mit einem Bienenstich sein oder ein Erwachsener mit einem Herzinfarkt. Und gerade im letzteren Fall zählt jede Minute. Das erklärt die Bereitschaft einiger Berger zu einer wirklich großzügigen Spende für das Fahrzeug. Acht der 40 Spender, die zwischen 50 und 12 000 Euro beigetragen haben, nahmen die Einladung zu dem Empfang an.

450 Stunde Eigenarbeit für Heckausbau

Sie waren erstaunt, als sie den auffälligen Ford Ranger mit Hardtop sahen. Ein Riesenauto – Automatikgetriebe, Diesel, 200 PS, fünf Zylinder – mit einem bemerkenswerten Innenleben. Das haben Freiwillige der Ortsfeuerwehren und der First Responder in Eigenleistung geschaffen. „Für den kompletten Heckausbau haben wir 450 Stunden investiert, vorallem Martin Punscher und seine Familie“, berichtete Bergs Kommandant Völkl.

Punscher ist sein Höhenrainer Kollege und gelernter Polsterer. Für ihn war es kein Problem, die Rückbank in der Mitte zu teilen, so dass auch Erste-Hilfe-Rucksäcke für Erwachsene und Kinder und eine intensivmedizinische Sauerstoffversorgung Platz finden. Die Fahrerkabine ist beheizbar, damit die Medikamente in kalten Winternächten nicht verderben, falls das Auto draußen geparkt ist.

Auf der Pickup-Ladefläche, die mit einem Dach versehen ist, gibt es zwei ausziehbare Fächer mit weiteren Hilfe-Utensilien. Dort hätte zur Not auch eine Person auf einer Trage Platz, erklärte der Vorsitzende des Fördervereins First Responder, Martin Reichart. Er führte auch Blaulicht, Warnblinkanlage und Umfeldbeleuchtung vor.

Gemeinde Berg stellte 22500 Euro

Die Spender waren beeindruckt. „Das ist alles so durchdacht“, staunte Bernd Rauch. Dr. Lorenz Friedrich, dessen Familienstiftung einen namhaften Betrag beigesteuert hatte, schaute bei der Präsentation auch genau hin. Jutta Maier war von den Auszügen im Kofferraum fasziniert. „Alles Maßarbeit, toll.“

Die Gemeinde Berg hatte den Restbetrag, 22 500 Euro, für das Auto hingelegt, dazu 25 000 Euro für eine Garage beim Feuerwehrhaus in Höhenrain. Völkl bedankte sich ausdrücklich dafür. Im Gegensatz zur Feuerwehr sind die First Responder keine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Aber Bürgermeister Rupert Monn weiß wie alle seine Kollegen im Landkreis, wie wichtig die Ersthelfer sind. „Wenn es sie nicht gäbe, wäre es wirklich schlimm.“ Und es würde für die Gemeinden viel teurer.

Seit Jahresbeginn, seit der Ford im Einsatz ist, gab es rund 100 Alarmierungen. Die offizielle Weihe findet an diesem Sonntag statt. Die Kirche beginnt um 9 Uhr in Höhenrain, anschließend findet ein Festzug zum Feuerwehrhaus zur Fahrzeugweihe statt. Und dann wird gefeiert.

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