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Gedenken an den König: Fahnenabordnungen und Besucher in Berg.

Gedenken an König Ludwig II.

Für immer ein König der Herzen

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Zum 133. Todestag von König Ludwig II. kamen wieder viele zur Gedenkmesse an die Votivkapelle in Berg. 

Berg – Ein Sonntag im Juni ist immer ein ganz besonderer Tag im Jahreskalender der Berger, wenn sich die Königstreuen aus Nah und Fern an der Votivkapelle treffen, um feierlich des Todestages König Ludwig II. zu gedenken. Am 13. Juni im Jahr 1886, also vor 133 Jahren, fand er im Starnberger See aus immer noch ungeklärten Gründen den Tod. Manche kommen sogar aus Italien, Frankreich oder, wie Jan Weggeman aus Groningen, aus Holland angereist.

Weggeman hat sich dieses Jahr mit seiner Frau in einem Burghotel eingemietet und verbringt seinen Urlaub an den Königsschlössern. Die Gedenkfeier ist für ihn der Höhepunkt der Ferien. Auch für Siegfried Mathes ist dieser Tag der wichtigste im Jahr. Er ist so eine Art Doppelgänger des Kini, stand Jahre lang als Double des Märchenkönigs im Rampenlicht, umringt von Fotografen und Presse. Jetzt ist er der Vorsitzende des König-Ludwig-Vereins und damit ein viel beschäftigter Privatier, der die Aufgabe hat, die Gedenkfeierlichkeiten zu organisieren. „Es ist immer sehr viel Arbeit, all die Einladungen per Hand zu schreiben und zu verschicken, den Gedenkgottesdienst vorzubereiten und darauf hinzuarbeiten, dass man die bewährten Leute wieder kriegt“, sagt er. Seine Frau Elisabeth, die sich natürlich Sisi nennt, nickt.

Viele Zaungäste

Der Aufwand hat sich wieder gelohnt. Der Schlosspark wurde von Gärtnern des Hauses Wittelsbach hergerichtet, Wasserwacht und Polizei ziehen ihre Runden auf dem See und passt auf das Kreuz auf. Guglmänner sind keine in Sicht. Auch der Wettergott hatte ein Einsehen. Alles ist wie gewohnt, außer dass zwischen all den Königstreuen, Traditionalisten, Trachtlern, Zaungästen und Schaulustigen dieses Jahr auch Kameraleute hin und her flitzen. Der Bayerische Rundfunk hat alles für die Abendschau und für eine Sendung im Herbst aufgezeichnet.

Zum Gedenkgottesdienst in der Votivkapelle nahmen als Vertreter des Hauses Wittelsbach Ihre Königlichen Hoheiten Prinz Christoph mit Prinzessin Gudila Platz, neben ihnen der CSU-Politiker Dr. Peter Gauweiler und der zweite Berger Bürgermeister Andreas Hlavaty sowie der Vorsitzender des Verbands der Königstreuen Bayern, Stefan Jetz. Zum ersten Mal gestaltete den Gottesdienst Pater Virgil Hickl aus Ettal. Auch das war stimmig, schließlich steht das Märchenschloss Linderhof in seiner Gemeinde.

In seiner Predigt ging der Geistliche auf das Erinnern und die Sehnsucht nach dem Guten, Wahren und Schönen ein. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von den Berger Blechbläsern, die für eine festliche Stimmung in der mit weißen und blauen Blumen geschmückten Kapelle sorgten. Zahlreiche Fahnenabordnungen hatten sich im Altarraum und vor der Kapelle positioniert, darunter der Trachtenverein „König Ludwig“, dessen Mitglieder die 1951 von Prinz und Prinzessin Albrecht von Bayern gestiftete Fahne durch den Wald getragen hatten. Allein das ist eine wackere Leistung. Der Weg ist lang, die Fahnen schwer.

Der angesagte Regen blieb aus, zur Kranzniederlegung hätte es nicht stimmiger, nicht bayerischer sein können. Die zahlreichen Gäste genossen den weißblauen Himmel und das Sonnenglitzern auf dem Wasser. Chevaliers und Böllerschützen salutierten. Der Vorsitzende der Königstreuen erinnerte an den „Friedenskönig“ Ludwig II., der viel geleistet habe und in unseren Gedanken weiter lebe. Zum Abschluss stimmen alle gemeinsam die Bayernhymne an.

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