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Gedenkfeier für König Ludwig II.

Gedenken an Ludwig II.

Neues Jahr, neue Spekulationen

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Berg – Der Todestag von König Ludwig II. jährt sich am kommenden Dienstag, 13. Juni, zum 131. Mal. Dass es heuer ein recht krummer Jahrtag ist, stört die Verehrer des Märchenkönigs nicht – sie versammeln sich wie jedes Jahr zum Gedenken an den 1886 im See verstorbenen Kini, und zwar an diesem Sonntag, 11. Juni, um 10.30 Uhr.

Berg Ort des Gedenkens ist die Votivkapelle im Schlosspark in Berg, dort, wo die Todesstelle König Ludwigs II. mit einem Holzkreuz im See markiert ist. Der Gottesdienst an der Votivkapelle wird traditionell von der Vereinigung „König Ludwig II. – Deine Treuen“ organisiert.

Die Vereinigung, die im Jahr 1913 gegründet worden war, unterstreicht auf ihrer Homepage, dass sie sich nicht an den Spekulationen um den Tod des Königs beteiligen will. Umso bemerkenswerter, weil sich um Ludwigs Tod in Berg so viele Mythen ranken.

Ist er im Starnberger See ertrunken, obwohl er ein guter Schwimmer war? Oder ist er erschossen worden? Angeblich waren in seinem Mantel Einschusslöcher – eine These, die der Münchner Filmemacher Klaus Bichlmeier nun mit neuem Futter unterlegt. Er hat einen Dokumentarfilm über die letzten 100 Stunden des Märchenkönigs gedreht. Premiere ist an diesem Samstag, 10. Juni, um 20 Uhr im Wirtshaus Gotzinger Trommel bei Weyarn.

Premiere für neuen Dokumentarfilm

Die Attraktion des Films nennt Bichlmeier in einer Pressemitteilung: Ein heute 96 Jahre alter Zeitzeuge, der seine Kindheit auf Schloss Nymphenburg verbrachte, habe als kleiner Bub mitbekommen, wie der Nachlass des toten Königs in der Waschküche verbrannt wurde. Samt Mantel, der angeblich zwei Einschusslöcher aufgewiesen habe. Wasser auf die Mühlen all jener, die behaupten, es sei Königsmord gewesen.

Rund um den Todestag blühen jedes Jahr die Ideen zur Aufklärung der Todesursache des Kini. Heuer ist es Bichlmeier, vergangenes Jahr war es der Historiker Peter Golwacz, der einen Volksentscheid zum Röntgen von Ludwigs Sarkophag in der Michaelskirche erwirken wollte. Ludwigs Familie, die Wittelsbacher, schweigt dazu gewöhnlich. Ein Vertreter der Wittelsbacher wird wie immer am Totengedenken teilnehmen und sich nicht zu Spekulationen äußern.

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