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„Klein Tirol“ auf der Maxhöhe: Schon bei einer Begehung vor vier Jahren hatte sich der Gemeinderat um Bürgermeister Rupert Monn (r.) ein Bild der Bauten gemacht, die nun für Pferde dienen sollen. Privilegiert ist das allerdings nicht – also abgelehnt.

Maxhöhe

Genz geht fast ganz leer aus

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Berg – Braucht ein Stall eine Versorgungshütte für Wasser, Strom und Feuerlöscher? Sicher, wenn man in großen Dimensionen denkt wie der Berger Unternehmer Dr. Siegfried Genz, der mit seinen Schwarzbauten traurige Berühmtheit erlangt hat. Mehrere Bauanträge für das Genz-Gelände waren am Dienstag Thema im Gemeinderat.

Siegfried Genz, das war der mit dem Mörserturm mitten im Landschaftsschutzgebiet. Sein prominentester Schwarzbau, der nach vielen Gerichtsverfahren und mehr als 15 Jahren abgebaut wurde. Genz denkt gerne in großen Dimensionen. Doch inzwischen ist es ruhig geworden um das Genz-Areal auf der Maxhöhe. Die meisten der mehr als 40 nicht genehmigten Bauten sind beseitigt. Etwa ein Gebäude, in dem Genz seine historische Lanz-Bulldog-Sammlung untergestellt hatte. Das Haus ist zum Teil abgetragen. „Jetzt sind tatsächlich Rinder drin“, sagte Bergs Bürgermeister Rupert Monn am Dienstag im Gemeinderat.

Wie berichtet, hat Genz für seinen Enzianhof auf der Maxhöhe auch eine landwirtschaftliche Privilegierung. Unter dieser Voraussetzung stimmte der Gemeinderat der Versorgungshütte bei drei Gegenstimmen zu. Eine stammte von Dr. Andreas Ammer (QUH), der dem Feuerlöscher skeptisch gegenüber stand. „Wie macht ihr das denn bei eurem Kuhstall, habt ihr Feuerlöscher-Häuschen?“, fragte er seine Kollegen Peter Sewald (EUW) und Toni Galloth (SPD). Sewald verneinte, Galloth antwortete: „Ich hab’ einen Bach daneben.“

Drei weitere Bauanträge bekamen einstimmige Abfuhren. Ein Unterstand für Pferd und Reiter und für therapeutisches Reiten sei nach Auskunft des Amts für Landwirtschaft nicht privilegiert, sagte Sebastian Palwitz vom Berger Bauamt. Dasselbe gelte für einen Anbau für Müllablagerung an der Stelle, wo einst eine nicht genehmigte Solaranlage stand. Nachdem die fraglichen Grundstücke im Landschaftsschutzgebiet liegen, werde dessen Schönheit beeinträchtigt. „Es ist mit einer weiteren Zersiedelung der Landschaft zu rechnen“, sagte Palwitz. Auch der Mörserturm beziehungswiese sein Fundament ist Gegenstand neuer Planungen.

Der Bauwerber möchte an Stelle des früheren Turms ein Gebäude für Feuerwehrausrüstung und ein Wasserreservoir errichten. Das lehnte der Gemeinderat am Dienstag rundheraus ab.

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